Zweibrücken Stefan Bullacher zieht’s in die Vorderpfalz

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Hochdorf-Assenheim. Stefan Bullacher wird 2016 vom „Löwen“ zum „Biber“: Der Trainer des Drittligisten SV 64 Zweibrücken, der angekündigt hatte, den Verein zum Saisonende zu verlassen, heuert für die Spielzeit 2016/2017 beim jetzigen Liga-Konkurrenten, dem vorderpfälzischen TV Hochdorf, an. Beide Seiten einigten sich zunächst auf einen Einjahresvertrag.

„Ich freue mich. Die Aufgabe, die erste Hochdorfer Mannschaft im vorderen Drittel der Dritten Liga zu etablieren und zusammen mit der TSG Friesenheim junge Talente für die Bundesliga zu entwickeln, ist sehr reizvoll“, sagt der 47-jährige Bullacher zum neuen Engagement. Mehrere gute Gespräche mit dem Hochdorfer Vereinsvorsitzenden Christian Deller hätten ihn von den Ambitionen und der guten Perspektive des Vereins, gemeinsam mit dessen Kooperationspartner TSG Friesenheim, überzeugt. Der TV Hochdorf ist ein Traditionsverein mit erfolgreicher Vergangenheit: 1967 war der TVH deutscher Vizemeister in der Halle, 1970 im Feldhandball. Einen Top-Trainer wie Stefan Bullacher wollte sich Deller, auch einer von zwei Gesellschaftern, nicht durch die Finger gehen lassen. Deller führt den Handball-Drittligisten seit vielen Jahren und versucht, mit geringen Mitteln das Beste herauszuholen. Da kam ihm gerade Recht, dass Stefan Bullacher Anfang Dezember bekannt gegeben hatte, dass er beim SV 64 nach 21 Jahren zum Saisonende aufhören wird. „Er ist der Beste auf dem Markt und hat ein tolles Standing in der Region“, schwärmt Deller von Bullacher. Schnell seien sich beide einig gewesen. Auf einen Ein-Jahres-Vertrag habe man sich zunächst geeinigt – mit der Hoffnung und dem Bestreben, dass die Zusammenarbeit länger als nur zwölf Monate dauert. „Wir haben identische Vorstellungen, was das künftige Konzept angeht. Er wird ein einheitliches Konzept von der D-Jugend bis zur Drittliga-Mannschaft erarbeiten, das sich wie ein roter Faden durch den Klub ziehen wird“, betont Deller. Stefan Bullacher wird Marco Sliwa ablösen. Sliwa wurde vor dieser Saison Nachfolger von Ben Matschke, der sechs Wochen vor dem Start zum Zweitligisten TSG Friesenheim gewechselt war. Marco Sliwa, sieben Jahre Spieler in Hochdorf und mit der zweiten Mannschaft als Trainer in die Verbandsliga aufgestiegen, sprang in die Bresche. Doch unter Sliwa blieben in dieser Spielzeit zuletzt die Erfolge des stark besetzten Kaders aus. Der TV Hochdorf und die TSG Friesenheim kooperieren seit einigen Jahren. „Die Verantwortlichen der Friesenheimer, Trainer Ben Matschke und Geschäftsführerin Verena Dietrich, haben im Gespräch mit mir den Wert der gemeinsamen Talentförderung noch mal unterstrichen. Die Kooperation wird von beiden Seiten sehr ernst genommen“, erklärt Bullacher. Das Hochdorfer Gesamtkonzept habe ihn überzeugt, so Bullacher: „Es ist ein spannendes Projekt, ähnlich wie in Zweibrücken. Auf der einen Seite gilt es, die Herren-Mannschaft zu trainieren und auf der anderen Seite, die jungen Spieler weiterzuentwickeln.“ Bis zum Start seines neuen Projekts will Bullacher aber das alte zu einem guten Ende führen: „Bis zum Sommer gehört mein ganzes Engagement der ,Aufholjagd’ und dem Klassenerhalt mit der ersten Mannschaft des SV 64. Ich hoffe, dass die vielen Verletzten im Januar in den Spielbetrieb zurückkehren und wir alle gemeinsam im Mai dann den erfolgreichen Abschluss meiner 21 Jahre als Trainer hier feiern können“ , unterstreicht Bullacher. (mne/sai/wij)

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