Fußball
Stadtmeisterschaft: TSC Zweibrücken als Wiederholungstäter
In der Spitze sahen um die 400 Zuschauer im Sportpark am Wattweiler Berg zu, wie die vier Zweibrücker Teams um die Stadtkrone kämpften, nachdem die Finalrunde letzten Samstag wegen Unwetters sprichwörtlich ins Wasser gefallen war.
„Es soll jetzt nicht arrogant klingen, aber wir werden von allen Vereinen immer wieder als Favorit genannt, wir spielen auch am höchsten, dieser Rolle hat sich meine Mannschaft wieder gestellt und phasenweise sehr vieles sehr gut gemacht“, sagte TSC-Coach Florian Opitz nach der Pokalübergabe in einem ersten Statement in Richtung der RHEINPFALZ. Und das trotz drei vorangegangener harten Trainingstage. Denn Opitz bekannte im Vorfeld, wie übrigens einige seiner Kollegen von anderen Vereinen auch, dass ihm der Wettbewerb nicht so recht in die Vorbereitungszeit passt. Darum nahm er auch keine Rücksicht auf den Trainingsplan, konnte aber währenddessen mit den wenigen Fehlpässen und vereinzelten Nachlässigkeit gut leben. „Mit dem „Jeder-gegen-Jeden“ Modus haben sich alle Vereine letztlich auf einen guten Kompromiss geeinigt, so hat jede Mannschaft zumindest 90 Minuten auf dem Platz gestanden und man kann es als Testspiel sehen.“
Drei Siege, kein Gegentor
Der Landesligist hatte in keiner seiner drei Partien viel anbrennen lassen. Mit drei Siegen und ohne Gegentor holten die Ausrichter der Finalrunde das Maximum heraus. Da die anderen drei Mannschaften sich teilweise mit Unentschieden die Punkte gegenseitig wegnahmen, stand der TSC schon vor der eigentlich elektrisierenden Begegnung gegen den ärgsten Konkurrenten VB Zweibrücken als Titelträger fest. Damit war die Spannung raus. Die Rot-Schwarzen hatten die Grün-Weißen in den 30 Spielminuten gut im Griff. Der Bezirksliga-Starter vom Hornbachstaden fand nur vereinzelt Lösungen gegen die aufmerksam wirkende Optiz-Elf. Ob es der Frust über das schwache Gesamtabschneiden war oder einfach nur übermotiviert, das ist nicht aufgeklärt. Womöglich war es eine Mischung aus beidem, die VBZ-Verteidiger Max Baumann dazu veranlassten dem TSC-Spieler Felix Stopp mit dem Fuß voraus ins Knie zu fliegen. Nach dem sehr harten Einstieg an der Seitenauslinie ging es für Stopp nicht weiter. Später gab es aber Entwarnung, es sei nichts Schlimmeres passiert.
Der SV Ixheim hat zwar nicht den Stadtmeistertitel geholt, dafür feierten sie am längsten und gewannen viel Zuschauergunst. Während der SVN- und VBZ-Tross sich auf den Heimweg machten und der frisch gekürte Stadtmeister seine Jubelarien in die Kabine verlegten, waren die Gelb-Schwarzen von der Römerstraße immer noch feuchtfröhlich auf dem Sportplatz unterwegs. Schon während ihrer drei Spiele war die Mannschaft von Kevin Leiner im Zuschauerrund aufgefallen. Und zwar genauso positiv, wie in der Vorwoche, als sie sich mit ansehnlichem Fußball für die Endrunde qualifizierten. „Die Ixheimer spielen ein prima Turnier, die sind gut dabei und können so bestimmt auch in der Liga eine gute Rolle spielen“, bemerkte zum Beispiel der wegen eine Achillessehnenreizung pausierende TSC-Stürmer Eric Bischof von der Tribüne aus.
„So ein ähnliches Lob habe ich eben beim Abklatschen von Aaron Feß (SVN) auch gehört“, entgegnet Kevin Leiner darauf angesprochen. „Er meinte, wir hätten uns sehr gut verkauft und wären eine tolle Truppe, der man mit Spaß zuschauen könne, mehr geht eigentlich nicht wenn du das von einem Gegner gesagt bekommst.“
Ixheim gewinnt Stadtmeisterschaft der B-Jugend
Dem Bezirksligisten VBZ luchste der SVI ein 1:1-Unentschieden ab, die 0:1-Niederlage war das knappste Tages-Ergebnis für den TSC.
Gegen den SVN, der eine Liga höher in der A-Klasse auf Punktefang geht, gingen die Ixheimer sehr engagiert zu Werke. „Die jungen Spieler nehmen viel an, was wir Trainer vorgeben. Klar wird noch nicht alles direkt umgesetzt, aber dafür trainieren wir ja auch erst drei Wochen zusammen“, so der SVI-Spielertrainer. Es mache ihm „sau viel“ Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. Er sei sich sicher, dass auch Rückschläge kommen werden, „aber ich sehe uns schon sehr gefestigt im Zusammenhalt, sodass wir das sicherlich gemeinsam wegstecken werden.“
Zwar hatten die Niederauerbacher die besseren Torchancen, aber der SVI dafür das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Lars Noe (9.) traf mit einem direkt verwandelten Freistoß aus gut 24 Metern und halblinker Position. SVN-Torwart David Ruban rechnete eher mit einer Flanke und hatte damit Aktien an dem haltbaren Gegentreffer. Helmand Mohammad ließ zwei aussichtsreiche Gelegenheiten liegen. „Ich muss zwei Tore machen, aber solche Tage gibt es halt mal“, meinte der Niederauerbacher Spieler dazu.
Einziger Wermutstropfen beim SVI: Julian Dilger hat sich das Knie überdehnt und musste an Krücken vom Wattweiler Berg humpeln.
Bereits am Dienstag gewann der SV Ixheim mit 2:0 gegen den TSC und holte sich dadurch die Stadtmeisterschaft der B-Jugend.
Ergebnisse
SVN Zweibrücken - TSC Zweibrücken 0:2, VB Zweibrücken - SV Ixheim 1:1, SVN - VBZ 0:0, TSC - SVI 1:0, SVN - SVI 0:1, TSC - VBZ 3:0. 1. TSC (9 Punkte, 6:0 Tore), 2. SVI (4, 2:2), 3. VBZ (2, 1:4), 4. SVN (1, 0:3).