Boule RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtmeisterschaft mit Überraschungssiegern aus Hütschenhausen

Heiko Bard vom PC Oberthal (rechts) hat Maß genommen und versucht bei seinem Wurf die Stahlkugel so nah wie möglich am „Schweinc
Heiko Bard vom PC Oberthal (rechts) hat Maß genommen und versucht bei seinem Wurf die Stahlkugel so nah wie möglich am »Schweinchen« zu platzieren.

Bei den 20. offenen Stadtmeisterschaften im Boule siegt ein Duo vom TSV Hütschenhausen, das die Konkurrenz so sicher nicht auf der Rechnung hatte.

Ralf Wolf und Heike Pieper vom TSV Hütschenhausen sind die Sieger der 20. offenen Zweibrücker Stadtmeisterschaften im Boule, die am Samstag auf dem Gelände der TSG Mittelbach-Hengstbach ausgetragen wurden. Das Doublette-Team setzte sich in vier Spielen im Schweizer System gegen 33 weitere Mannschaften durch.

Gegner aus höheren Ligen

Heike Pieper stammt aus Kleinbundenbach und ist in der Region als ehemalige langjährige Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Bundenbacher Höhe bekannt. Dass sie nicht nur mit Pferden, sondern auch mit den Stahlkugeln umgehen kann, bewies sie gemeinsam mit Ralf Wolf, dem Abteilungsleiter Boule des TSV Hütschenhausen. Die beiden sicherten sich mit vier gewonnenen Spielen und einem besseren Punktestand, also weniger Gegentreffern, den ersten Platz. Aus den Händen von TSG-Bouletrainer Walter Müller und der städtischen Sportbeigeordneten Christina Rauch nahmen sie Urkunden und Pokale entgegen.

Wolf und Pieper spielen für Hütschenhausen in der Bezirksklasse Mitte-Süd, der vierthöchsten von insgesamt fünf Spielklassen in Rheinland-Pfalz. Sie zeigten aber Gegnern aus höheren Ligen „graadselääds“, was sie drauf haben. So ließen sie etwa Teams aus Hanweiler oder Überherrn hinter sich. Den zweiten Platz belegten Natalia Schütz und Thomas Handwerker aus Ludwigshafen/Oppau, Dritte wurden Fabian und Werner Eberhardt vom SSV Überherrn.

Paar aus Rostock angereist

Einen Sonderpreis als jüngste Teilnehmerin erhielt die neunjährige Julie Moschel aus Mittelbach. Günter und Dagmar Wildner aus Rostock wurden für die weiteste Anreise ausgezeichnet. Die beiden Nordlichter, die seit Jahren eine Freundschaft zur Bouleabteilung der TSG Mittelbach-Hengstbach pflegen, halfen auch im Vorfeld bei Aufbau und Organisation der Stadtmeisterschaften mit. Das größte Teilnehmerfeld stellte der SSV Überherrn. Das traditionelle Gurkenglas für das schönste Team auf Platz 34 gewannen Chantal Sand und Leo Hettrich von den Freizeitboulern aus Rieschweiler.

Gina Müller kurz vor der WM

Da im Sportheim der TSG Mittelbach-Hengstbach am Samstag eine aserbaidschanische Hochzeit gefeiert wurde, deren ungewohnte Musik auch auf den Bouleplätzen neben dem Sportheim-Parkplatz zu hören war, verlagerte die Boule-Abteilung diesmal Meldestelle, Stärkungszentrum, Schattenplätze und Preisverleihung an die Hütte der Tennisabteilung. Diese Organisation wurde von den Teilnehmern gelobt.

Erstmals seit Jahren hatten die TSG-Bouler die Bewirtung zwischen und nach den Spielen eigenverantwortlich organisiert, obwohl viele von ihnen selbst am Turnier teilnahmen. Die beste Platzierung der Gastgeber erreichten Jelde Eden und Gina Müller mit Rang sechs. Müller tritt in zwei Wochen bei den Weltmeisterschaften in Rom im Doublette und Doublette Mixte für Deutschlands Damen-Nationalmannschaft an.

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