Motorsport
Sonntag: 60. ADAC-Grasbahnrennen auf der Zweibrücker Rennwiese
Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen, die Bahn ist durch den Regen der vergangenen Tage in einem Top-Zustand. Der veranstaltende Motorsportclub (MSC) Zweibrücken und die Fans blicken gespannt auf das 60. Zweibrücker ADAC Grasbahnrennen, das am Sonntag um 13.30 Uhr auf der Rennwiese gestartet wird. In fünf verschiedenen Klassen werden am Sonntag Sieger ausgefahren, jeweils in der internationalen und nationalen Solo- und Seitenwagenklasse sowie in Motocross-Rennen.
Soloklasse als Vorgeschmack auf die DM
Der Fokus liegt normalerweise auf der internationalen Soloklasse, wobei der am Renntag 2024 durchaus der Rang durch die internationale Seitenwagenklasse abgelaufen werden kann. Denn hier ist Europas Elite am Start: die aktuellen Europameister Markus Brandhofer/Sandra Mollema, Vizeeuropameister Mitch Godden/Paul Smith aus Großbritannien, Vorjahressieger Imanuel Schramm/Hermann Bacher, Seriensieger Markus Venus/Markus Eibl oder Manuel Meier mit seiner erst 16-jährigen Beifahrerin Lena Siebert. „Normalerweise sind die Seitenwagen das Salz in der Suppe, dieses Jahr ist es eher Chilisoße“, freut sich MSC-Rennleiter Andreas Rauch über das starke Teilnehmerfeld.
Ebenfalls stark besetzt ist die nationale Soloklasse. „Hier sind die aktuell besten deutschen Fahrer dabei. Das wird ein Vorgeschmack auf das Finale der deutschen Meisterschaft der nationalen Lizenzfahrer“, mutmaßt Rauch. 14 Fahrer aus Deutschland und den Niederlanden machen den Gesamtsieg unter sich aus, darunter auch die Pfälzer Tim Widera und Julien Walter aus Altrip.
Dauerbrenner Katt startet wieder in Zweibrücken
Problematischer war dieses Jahr da schon die Zusammenstellung der internationalen Soloklasse. Der Hauptgrund ist der Finallauf der Grasbahn-Europameisterschaft im südfranzösischen Tayac am Vorabend des MSC-Renntags. Von den dort startenden Fahrern kommt schon aus logistischen Gründen kein Fahrer in Betracht. Hinzu kommen einige durch Stürze verletzte Fahrer, die eigentlich ihre Zusage für einen Start auf der Rennwiese gemacht hatten wie der Tscheche Josef Franc (er musste sogar seine Karriere beenden) oder der Dorener Jörg Tebbe.
Trotzdem sind zumindest Fahrer aus drei Nationen am Start: Daniel Spiller aus Vilshofen hat sich vor kurzem für die Langbahn-Weltmeisterschaft 2025 qualifiziert. Henri Ahlbom reist aus Finnland an, aus den Niederlanden ist Mark Beishuizen am Start. Zumindest Mitfavorit auf den Gesamtsieg und die Silberne Rose der Stadt Zweibrücken ist der mittlerweile 44-jährige Stephan Katt aus Neuwittenbek bei Kiel. Katt verzichtet für das Rennen in Zweibrücken extra auf den Start bei der Grasbahn-Europameisterschaft. „Mit Stephan habe ich regelmäßig Kontakt. Er ist von dem Rennen und der Atmosphäre hier in Zweibrücken begeistert und fährt eigentlich jedes Jahr hier. Er hat hier viele Fans und freut sich jedes Jahr darauf, in die Pfalz zu kommen“, berichtet Rauch. Imposant: Seine erste Silberne Rose heimste Katt bereits vor elf Jahren ein.
Zurück zum Jahresrhythmus
In der seit Jahren in Zweibrücken mal wieder ausgefahrenen nationalen Seitenwagenklasse ist mit Ralf Drönner im Beiwagen von Joachim Laur auch ein Zweibrücker Clubfahrer am Start. Einheimische Fahrer sind auch im Motocross mit Leon Krusch und dem Blieskasteler Jeremias Ramus dabei.
Nachdem das Zweibrücker Grasbahnrennen zuletzt einige Jahre lang nur in einem Zweijahresrhythmus ausgetragen wurde, haben sich die Verantwortlichen entschlossen, wieder wie früher jedes Jahr zu einem Rennen einzuladen. „Nach der Corona-Zwangspause waren wir von dem allgemeinen Zuspruch positiv überrascht. Egal, ob von Zuschauern, Sponsoren, Helfern, den Fahrern, aber auch Presse und Fernsehen. Das hat uns echt Mut gemacht, die Veranstaltung wieder jährlich zu machen“, erklärt MSC-Rennleiter Rauch dazu. „Die Zeit davor und danach sind für uns zwar sehr stressig, aber trotzdem macht es total viel Spaß.“
Info
- Training am Sonntag ab 9.30 Uhr, Rennbeginn um 13.30 Uhr. Es stehen 23 Rennläufe auf dem Programm.
- Eintrittspreise: Erwachsene 17 Euro, Jugendliche (13 bis 17 Jahre) sowie Schwerbehinderte 10 Euro, Kinder (bis zwölf Jahre) 3 Euro, Programmheft 2 Euro
- Der Eintritt ins Fahrerlager ist frei.