Die Montags-Umfrage Sommerzeit – Winterzeit – ja oder nein?

In einer Woche werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt.
In einer Woche werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt.

In einer Woche ist es wieder soweit. Die Uhren werden auf Winterzeit umgestellt. Was halten Passanten in der Fußgängerzone davon? Ist der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit für sie ein Gewinn? Sollte man das wieder abschaffen? Fällt ihnen die Zeitumstellung schwer? Und was muss man denn eigentlich nun am Sonntag tun? Stellt man die Uhr eine Stunde nach vorne? Oder zurück?

Ellen Bärmann
Ellen Bärmann
Ellen Bärmann genießt mit ihren Enkelkindern das schöne Wetter, als die RHEINPFALZ sie anspricht. Die Contwigerin ist ein Fan der Sommerzeit: „Weil sie den Berufstätigen die Gelegenheit bietet, den Sommer am Abend länger zu genießen. Einfach draußen zu sein. Wir sind jetzt Rentner und haben sowieso Zeit. Aber ich fand die Sommerzeit schon früher herrlich.“ Es gibt Menschen, die beklagen, dass die zweimalige Zeitumstellung ihren Biorhythmus belastet. Das ist bei der 63-Jährigen nicht so. „Ich merke gar nichts“, sagt sie. Am Ende stellt die RHEINPFALZ ihr die Frage aller Fragen zur Zeitumstellung:Geht es am letzten Sonntag im Oktober eine Stunde vorwärts? Oder rückwärts? „Das verwechsele ich gerne. Ich muss kurz nachdenken. Eine Stunde zurück.“ Richtig.

Dagmar Meßerle
Dagmar Meßerle

Dagmar Meßerle meint: „Mir ist es lieber, wenn es am Abend eine Stunde länger hell ist. Von daher bräuchte ich die Zeitumstellung im Winter eigentlich nicht.“ Aber wenn man die Sommerzeit durchgängig belässt, würde es in den Tagen mit den längsten Nächten erst nach 9 Uhr am Morgen hell. „Das wäre auch nicht toll“, weiß die Zweibrückerin, weshalb sie dafür ist, die jährlichen Zeitumstellungen Ende März und Ende Oktober beizubehalten. „Von mir aus kann die Zeitumstellung aber bleiben. Auch wenn es mir lieber ist, wenn es abends länger hell ist“, sagt die 53-jährige Erzieherin.

Karin Heinz
Karin Heinz

„Ich liebe die Sommerzeit auch, weil ich gerne früh mit meinem Hund unterwegs bin“, findet Karin Heinz. Sie wohnt zwar mittlerweile in Sankt Peter Ording, hat aber Familie in Zweibrücken, die sie regelmäßig besucht. Die 57-jährige Sonderpädagogin wäre ebenfalls dafür, die Sommerzeit dauerhaft beizubehalten: „Ich merke schon, dass mir der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit etwas schwerer fällt. Auch wenn es im Winter dann später hell wird.“

Sabine Schlachter
Sabine Schlachter

Sabine Schlachter ist hingegen nicht begeistert, von der jährlichen Zeitumstellerei. „Weil es einfach schön ist, wenn es im März beim Aufstehen endlich wieder hell ist. Wenn die Zeit dann um eine Stunde vorgestellt wird, ist es plötzlich wieder dunkel. Im Herbst hat man das Gleiche umgekehrt. Ich weiß nicht, was das bringen soll“, meint die 59-Jährige. Ein ununterbrochener Übergang der Jahreszeiten, wie er in der Natur stattfindet, wäre der Contwigerin deshalb lieber. Nach der normalen Winterzeit.

Robert Gerlinger
Robert Gerlinger

Robert Gerlinger befürwortet die Zeitumstellung wiederum und meint: „Das war früher doch auch schon so. Die gibt es doch schon so lange. Mir macht das auch nichts aus. Ich brauche sowieso nicht viel Schlaf. Deshalb ist es mir egal, ob man mir in einer Nacht eine Stunde Schlaf klaut oder dazugibt.“ In der Tat beschloss der Bundestag schon im Jahr 1978, die Sommerzeit einzuführen und setzte diesen Beschluss erstmals für 1980 um. Nach einer Umfrage in Europa und einem Vorschlag der Europäischen Kommission im Jahr 2018, sollte die Zeitumstellung wieder abgeschafft werden. Das ist bisher aber nicht geschehen. Der 50-jährige Zweibrücker, der in einer Bäckerei arbeitet, würde sich in diesem Fall ebenfalls für die Sommerzeit entscheiden. „Weil man dann im Sommer am Abend mehr machen kann.“ Gerlinger hat übrigens kein Problem damit sich zu merken, wann und wie die Uhren umgestellt werden. Ihm helfen dabei zwei Sätze: „Im Sommer kommen die Gartenmöbel vor die Tür. Im Winter gehen die wieder zurück.“

Christine Tekin
Christine Tekin

Christine Tekin empfindet es wie die meisten von der RHEINPFALZ Befragten. „Ich habe mit der Zeitumstellung kein Problem“, erzählt die 42-Jährige, die in der Gastronomie arbeitet. Die Zweibrückerin fände es auch besser, wenn man sich einheitlich für eine durchgehende Zeit entscheiden würde. Sie würde sich die Winterzeit entscheiden. „Ich mag eher den Herbst und wenn es dann früher dunkel wird.“

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