Zweibrücken Selbstbewusste Rheinhessen zu Gast

Einen SV-Kapitän Tom Grieser in der Form der beiden Spiele gegen Budenheim der Vorsaison: Das wünschen sich die Zweibrücker Fans
Einen SV-Kapitän Tom Grieser in der Form der beiden Spiele gegen Budenheim der Vorsaison: Das wünschen sich die Zweibrücker Fans für heute Abend. Zuletzt kam der Rückraumspieler auch am Kreis zum Einsatz.

«ZWEIBRÜCKEN.» Die Ignaz-Roth-Halle ist heute Schauplatz des Top-Spiels der Handball-Oberliga: Der Tabellendritte SV 64 Zweibrücken (9:5 Punkte) empfängt den um drei Punkte besser gestellten Zweiten SF Budenheim (Anwurf: 18 Uhr). Die spannende Frage lautet: Kann Zweibrücken dem Top-Team aus Budenheim wie in der vergangenen Spielzeit ein Bein stellen?

An Budenheim haben die Zweibrücker gute Erinnerungen. In der Vorsaison entschied Zweibrücken beide Partien für sich. Zweimal setzte SV-Kapitän Tom Grieser wichtige Akzente. Ein Tor für die Zweibrücker Handball-Ewigkeit gelang ihm beim Hinspielsieg in Budenheim: Einwurf Zweibrücken, den Lukas Majbik zu einem langen Pass auf den weitgehend ungedeckten Grieser nutzte. Der drehte sich und feuerte den Ball mit dem Rücken zum Tor im Fallen ins Budenheimer Netz. Mit diesem Treffer belegte Tom Grieser vor gut einem Jahr Platz zwei bei einer bundesweiten Internet-Wahl zum Tor des Monats. Ein Tor, an das sich auch die Budenheimer immer noch erinnern. Noch wichtiger war der Kapitän allerdings im umkämpften Rückspiel, als er mit acht Treffern und unbändigem Siegeswillen die Mannschaft zum Erfolg trieb. Einen Grieser in dieser Form würden sich die Fans auch heute wünschen. Zuletzt hatte den Kapitän die Treffsicherheit etwas verlassen. In Völklingen war er – die Position kennt er aus Jugendzeiten gut – phasenweise am Kreis im Einsatz. Ein Kreisläufer mit großer Reichweite könnte heute eine Option sein, um die starke Budenheimer Defensive zu beschäftigen. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe“, prophezeit SV-Trainer Stefan Bullacher. Budenheim, seit Jahren eine Top-Mannschaft der Oberliga, die regelmäßig zu den Titelanwärtern gezählt wird – hat auch in diesem Jahr einen Kader, der ganz vorne mitspielen kann. Und diesmal haben die Budenheimer mit ihrem neuen Trainer Volker Schuster sogar selbstbewusst angekündigt, dass sie um die Meisterschaft mitspielen wollen. Wissend, dass mit Drittliga-Absteiger TV Hochdorf ein schier übermächtiger Konkurrent den direkten Wiederaufstieg anpeilt. „Budenheim hat seine ohnehin gut besetzte Mannschaft punktuell noch verstärkt“, verweist Bullacher auf den breiten Kader der Rheinhessen, der zudem viel Qualität aufweist. Das fängt schon mit dem meisterschaftstauglichen Torhütergespann an. Da ist der starke Christian Kosel, der aus Wallau-Massenheim nach Budenheim kam, dort seit Jahren Rückhalt ist. Zu ihm gesellte sich zu Saisonbeginn Karim Ketelaer, der in Balingen-Weilstetten bereits Erste Liga spielte, sich dann gegen eine Karriere im Oberhaus und für eine Ausbildung zum Polizisten entschied. „Ein starkes Gespann“, steht für Bullacher fest. Spieler mit Erst-, Zweit- und Drittliga-Erfahrung finden sich zudem serienweise in Diensten der Sportfreunde. Dazu bringen nahezu alle Akteure Gardemaß mit. Dass Budenheim für sich selbst den Anspruch stellt, um den Titel mitzuspielen, „ist absolut nachvollziehbar“, sagt Bullacher und freut sich, dass ein Team auch mal den Mut hat, so etwas offensiv zu sagen. Zudem haben die Budenheimer, die bislang nur ihr Auftaktspiel in Mülheim verpatzten, am vergangenen Wochenende viel Selbstvertrauen getankt: Sie gewannen gegen ihren bisherigen Angstgegner Illtal und werden nun sicher auch den Angstgegner der Vorsaison – den SV 64 – bezwingen wollen. Um das zu verhindern, müssen die Zweibrücker aufmerksam in der Abwehr sein, „und unser Umschaltspiel muss funktionieren“, weiß Bullacher. Er setzt auf das Team, das in Homburg siegreich war. Sport

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