Kicker vor der Saison
Peter Rubeck plant bei TSC Zweibrücken eher langfristig
Da will Peter Rubeck mal gar nicht mit sich reden lassen. Die seinem TSC Zweibrücken von der Konkurrenz aufgebürdete Favoritenstellung schiebt er weit von sich. „Wir können nicht Meister werden, weil Hermersberg in der Klasse ist. Die haben zwei frühere Oberligaspieler in der Mannschaft“, sagt Peter Rubeck und spielt auch auf den Offensivspieler und spielenden Co-Trainer Patrick Freyer an, der schon beim FK Pirmasens in der Regionalliga auf Torejagd ging.
„Ich habe so viele neue Spieler in meiner Mannschaft. Wir sind ein ausgeglichenes Team, haben auch ein paar Jungs aus der Umgebung zurück zum TSC geholt. Das sind alles super Jungs, aber wir müssen über das Kollektiv kommen“, sagt der frühere Regionalligatrainer des SVN Zweibrücken. Ihm sei es wichtig, am Wattweiler Berg etwas aufzubauen. „Wir sind hier nicht zum Aufsteigen verdammt“, untermauert der 59-Jährige, der in seiner aktiven Karriere auch in der Zweiten Bundesliga für den 1. FC Saarbrücken zum Einsatz kam.
Fünf Einheiten in der Woche
Rubeck verweist auch auf die schwache Saison 2020/21, als sich die Zweibrücker von Remis zu Remis hangelten. „Der Kader war zu dünn“, begründet Rubeck, der nun froh ist, zumeist 20 Spieler im Training begrüßen zu dürfen. Auch das erste Testspiel gegen Oberligist Röchling Völklingen sieht er nach der knappen 0:2-Niederlage als ersten Erfolg. „Es war ewig kein Fußball. Die Spiele gegen die Oberligisten, das ist dann auch eine finanzielle Sache, da auch viele Zuschauer kommen. Dann werden wir aber auch extrem gefordert und müssen viel laufen“, sagt Rubeck, der mit seiner Mannschaft vorerst über eine kompakte Defensive zum Erfolg kommen will.
Fünf Einheiten pro Woche, Testspiele mit eingerechnet, stehen in der Vorbereitung auf dem Programm. „Wir werden unsere Taktik noch festlegen, das wird die Vorbereitung zeigen“, zeigt sich Rubeck flexibel. Es sei einfacher, erst eine funktionierende Defensive zu installieren. „Wer mich aber kennt, der weiß, dass ich lieber offensiv spielen lasse“, lässt Rubeck durchblicken.
Mathieu macht seine Sache super
Rubeck formuliert seine Zielsetzung an das Team so: „Unser Ziel muss es sein, in die Aufstiegsrunde zu kommen. Die Qualität in der Mannschaft ist schon da. Aber er hat auch Langzeitziele. „Ein bisschen was erreichen will ich dann schon. Aber ich habe keine Lust, mich unter Druck setzen zu lassen. Ich brauche ein gutes Umfeld, Leute, mit denen man sich nach dem Spiel auch mal zusammensetzen kann“, zielt Rubeck nicht nur auf sportliche Ziele ab.
In seinem Kader sieht der TSC-Trainer erhebliche Qualität, aber „es muss sich erst mal jeder beweisen“, sagt Rubeck. „Ich habe Steven Mathieu in der Mannschaft. Mit ihm bin ich top zufrieden. Wir haben ihn zur ersten Mannschaft geholt. Er macht seine Sache super“, lobt Rubeck und will sehen, dass seine Jungs auf dem Platz Leistung bringen. Im Angriff sieht er zudem einen enormen Konkurrenzkampf, in den auch Neuzugang Erik Bischof eingreifen wird. „Er ist ein Typ und will weiterkommen. Er hört immer gut zu und kann schon in dieser Saison ein wertvoller Spieler werden“, sagt Rubeck über den Stürmer, der früher auch als Turner aktiv war.
Vier Keeper für zwei Teams
Auch mit den Torhütern ist Rubeck zufrieden. „Da haben wir jetzt vier Mann für zwei Mannschaften. Eine gewisse Konkurrenz ist schon gut“, freut sich der Übungsleiter auch darüber, dass Spielleiter Hakan Haliloglou mit Lucas Schmidt nochmals einen Keeper hinzugewinnen konnte. Um den Platz im Gehäuse des Landesliga-Teams kämpft dieser gegen Maximilian Cölsch um den Stammplatz.
Die Klasse, das Team
Spielklasse: Landesliga West
Trainer: Peter Rubeck ist 59 Jahre alt und war als Trainer beim Regionalligisten SVN Zweibrücken von 2007-2014 aktiv, stieg mit der Mannschaft bis in die Regionalliga auf. Unter anderem war er auch beim FC Homburg , Wormatia Worms, FSV Salmrohr, Eintracht Trier, SG Rieschweiler und zuletzt bei der SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim Verbandsliga/Saar).
Veränderungen
Zugänge: Max Decker, Felix Decker, Max Leyes, Luca Brödel, Lucas Schmidt (alle SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim), Erik Bischof (FK Pirmasens II), Jan Tüllner, Jan-Patrick Bucheit (beide SG Knopp/Wiesbach), Steven Mathieu (SV Palatia Contwig), Noel Weis (SG Rieschweiler), Pawel Paryz (SV Reiskirchen)
Abgänge: Joshua Penth (Borussia Neunkirchen), Marco Martuccio (FC Homburg II), Joshua Prine (FV Bruchmühlbach)
Kader
Tor: Maximilian Cölsch, Lucas Schmidt, Oktay Haliloglou, Emil Epstein
Abwehr: Tobias Schön , Felix Decker, Marcel Julier ,Jan Tüllner, Marc Heidenreich, Elias Kaiser, Noel Morice Weis, Sebastian Schmitt
Mittelfeld: Beny Bick, Denis Hirt, Jonathan Kauf, Cüneyt Eren, Tim Schadrin, Max Leyes, Max Decker, Pawel Paryz, Jan Patrick Bucheit
Angriff: Sebastian Meil, Luca Brödel, Erik Bischof, Nico Krebs, Steven Mathieu
Verein
Vorsitzender: Jürgen Tüllner, Werner Buchheit - Spielleiter: Jürgen Tüllner - Mitgliederzahl: 562.