Zweibrücken Ohne Trainer zum Titelkandidaten
RIESCHWEILER-MÜHLBACH. „Für mich war Fußgönheim vor der Runde einer der Titelkandidaten“, sagt Björn Hüther, Trainer des Verbandsligisten SG Rieschweiler, vor dem heutigen Auswärtsspiel beim ASV (16 Uhr, Kunstrasenplatz Jahnstraße). Weil die Gastgeber zuletzt Schwächen zeigten, rechnet sich der SGR-Trainer heute etwas auch.
Im Verbandspokal haben die Fußgönheimer für die große Überraschung gesorgt und Regionalligist FK Pirmasens aus dem Wettbewerb gekickt. In der Liga läuft es für den ASV dagegen nicht mehr rund. Seit drei Spielen ist die Mannschaft von Trainer Jan Kamuf ohne Sieg, verlor zweimal hintereinander und büßte die Tabellenspitze ein. Jetzt kommt Rieschweiler, das dem ASV vor fast einem Jahr die höchste Niederlage seiner Verbandsliga-Geschichte beigebracht hatte. 8:0 endete damals die Partie an der Dicken Eiche. An diesen Kantersieg denkt SGR-Trainer Hüther nicht, wenn er von der bevorstehenden Aufgabe spricht. „Das Rückspiel haben wir 0:3 verloren, wir waren chancenlos“, sagt er und erkennt an, „dass sich Fußgönheim in der letzten Runde enorm gesteigert hat“. Den ASV schätzt Hüther als ein Team ein, das Aufgaben fußballerisch lösen wolle, den Gegner früh attackiere. In die Karten spielt den Fußgönheimern der Kunstrasenplatz. „Das ist immer ungewohnt“, weiß Hüther um die Schwierigkeit der Umstellung. „Wir wissen schon, dass das eine gute Truppe ist“, sagt er mit Blick auf den Pokal-Coup, als Pirmasens erfahren musste, „dass man da nicht so einfach im Vorbeigehen gewinnt“. Für die heutige Partie rechnet sich Hüther etwas aus, will die Schwächephase des Gegners nutzen. Allerdings muss er seinen Plan weitergeben, er kann nicht dabei sein. Hüther ist Polizist und muss arbeiten. Als es um den Samstagsdienst ging, biss Hüther im Interesse der Mannschaft in den sauren Apfel. Seine Dienst-Kollegen sind Frederic Stark und Tobias Leonhard, beide SGR-Spieler, und angesichts der angespannten Personalsituation fußballerisch unabkömmlich. Eine Verlegung der Partie war nicht mehr möglich, sie war bereits auf Wunsch der Fußgönheimer auf Samstag vorgezogen worden – der Kerwe wegen. Das Coaching der Truppe übernehmen Stark, Christoph Weis und Daniel Preuß. Weil sich Thomas Kreiser beim 1:0-Erfolg gegen Bad Kreuznach eine Fußprellung zuzog, nach gut einer halben Stunde verletzt raus musste und heute – als bereits sechster Stammspieler – nicht spielen kann, zählt jeder einsatzfähige Mann. „Jetzt wird’s kritisch“, sagt Hüther mit Blick auf das zur Verfügung stehende Personal, wegen der Verletzten sei schon ein bisschen Qualität verloren gegangen. Trotz der misslichen Situation fordert Hüther von der Mannschaft, mal wieder über 90 Minuten eine konstant gute Leistung zu zeigen. „Die erste halbe Stunde gegen Bad Kreuznach war schlecht“, ergänzt er, erst nachdem Dirk Jank einen Elfmeter gehalten hatte, habe seine Mannschaft ins Spiel gefunden. |daa