Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Neue „Arbeitspapiere“ für den VTZ-Allrounder Jung

Zuverlässiger Aktivposten im VTZ-Trikot: Thomas Jung (links), den hier Mundenheims Simon Schleidweiler am Schlafittchen hat.
Zuverlässiger Aktivposten im VTZ-Trikot: Thomas Jung (links), den hier Mundenheims Simon Schleidweiler am Schlafittchen hat.

90-mal hat Thomas Jung bislang für Oberligist VTZ Saarpfalz getroffen und großen Anteil daran, dass sich die Zweibrücker wieder Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen dürfen. Im VTZ-Team ist Jung der Spieler, der von den unterschiedlichsten Positionen getroffen hat. Allrounder werden vielseitige Spieler wie er genannt. Auf den Allrounder setzt die VTZ auch am Sonntag (17 Uhr, Westpfalzhalle) gegen den Tabellendritten TV Offenbach.

„Nicht meine liebste Position“, sagt der 26-Jährige, dessen handballerischer Arbeitsplatz aktuell der gegnerische Kreis ist. Nachdem für VTZ-Kreisläufer Julian Kreis die Runde nach einer Operation beendet ist, wurde Ersatz für die Position gesucht: Und so vertritt Allrounder Jung zum wiederholten Mal den Kreisläufer und erledigt seine Aufgabe bestens.

„Aber ich fühle mich im Rückraum am wohlsten“, macht der 1,96 Meter große Schlaks keinen Hehl aus seiner Lieblingsposition auf dem Spielfeld. Weil vielseitige Spieler meist einen ausgeprägten Teamgeist besitzen, ist es für ihn aber keine Frage, dass er dort spielt, wo er gebraucht wird. „Klar, es geht doch um den Mannschaftserfolg“, sagt Jung. Seine Allrounder-Qualitäten waren schon bei der Jugend in der Saar-Auswahl geschätzt. Weil der Rückraum in seinem Jahrgang mit Björn Zintel oder Nils Wöschler exzellent besetzt war, „habe ich dort meist Linksaußen gespielt. Und das gerne“, erinnert er sich.

Berufliche Maxime: Für andere da sein

Für andere da sein, das ist auch seine berufliche Maxime. Der Heilerziehungspfleger bei der Lebenshilfe kümmert sich täglich darum, dass es acht kleinen Kindern im Alter von gerade geboren bis drei Jahre an nichts fehlt. „Ich habe jeden Tag acht Kinder, da ist für die persönliche Familienplanung noch ein bisschen Zeit“, bestätigt er lachend. Mit Freundin Isabelle, mit der am liebsten seine wenige freie Zeit verbringt, lebt er in Gresaubach. Den Lebacher Ortsteil kennen alle im Saarland und den angrenzenden Regionen, die gerne Fasnacht feiern. „Bei uns gibt es, wenn es Corona nicht verhindert, einen der größten Nachtumzüge im Land“, erzählt Jung.

Ihn zog es von Kindesbeinen an in die Handballhalle. „Handball ist Familiensache“, sagt er lachend. Opa, Papa und Mama spielten. Die kindliche Prägephase durchlief er folglich auch in den Hallen, begann in jungen Jahren in Fraulautern zu spielen. In der A-Jugend wechselte er nach Völklingen, spielte dort A-Jugend-Bundesliga. Unter anderem zusammen mit Torwart Yannic Klöckner, den er bei der VTZ wiedertraf. Beide verlassen am Rundenende die VTZ, spielen künftig für die Klassenkonkurrenten HF Illtal. Jung bleibt also sicher Oberliga-Spieler. Dass auch die VTZ Oberligist bleibt, „dafür gebe ich alles“, sagt er.

Kontakt zu Illtal über Marcus Simowski

Der Kontakt zu Illtal kam über Trainer Marcus Simoski zustande. Der war bei der Völklinger A-Jugend für kurze Zeit sein Coach. Ein ausschlaggebender Grund für den Wechsel: „Zur Halle in Eppelborn fahre ich zehn Minuten“, erklärt er. Nach Zweibrücken beträgt die Fahrzeit dagegen immer gut eine Stunde. Viel Lebenszeit, „auch wenn wir in der Fahrgemeinschaft, in der wir zum Training und zum Spiel fahren, mittlerweile gute Freunde geworden sind“, sagt Jung, der vor zwei Jahren aus Völklingen nach Zweibrücken kam.

Jung ist seit Saisonbeginn ein zuverlässiger Aktivposten und unermüdlicher Kämpfer bei der VTZ. Nach zuletzt 11:1 Punkten „habe ich natürlich auch noch mehr Spaß am Handball“, sagt er und freut sich auf das Pfalz-Duell mit dem Tabellendritten Offenbach: „Wir haben absolut nichts zu verlieren.“

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