Zweibrücken
Neu bei der Feuerwehr: Ein Flitzer und ein Lastesel
Einen Ford Kuga hat die Stadt Zweibrücken als neuen Kommandowagen für die städtische Feuerwehr angeschafft. Ende November wurde das feuerwehrrote Fahrzeug, das optisch an das Design der Porsche-Cayenne-Geländewagen angelehnt ist, ausgeliefert. Es ersetzt einen 20 Jahre alten BMW 520, der angeschafft wurde, als der Vater des aktuellen Stadtfeuerwehrinspekteurs Frank Theisinger, Oskar Theisinger, dieses Amt innehatte. In Betrieb genommen hatte den BMW dann dessen Nachfolger Harald Schmieg, und der hat ihn dann auch gefahren, genauso wie Frank Theisinger. Das Auto hatte also nicht nur 20 Jahre auf dem Buckel, sondern auch drei Feuerwehrchefs erlebt.
Der neue Ford kostet laut Frank Theisinger mit Funk- und Sondersignalausstattung 47 000 Euro, wovon das Land 12 500 Euro trägt. Feuerlöscher und Material zur Einsatzdokumentation sind ebenfalls im Auto untergebracht. Nur ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, beispielsweise ein Nachtsichtgerät zur nächtlichen Personensuche. Gedacht ist der Kommandowagen für Einsatzfahrten des Stadtfeuerwehrinspekteurs, seiner Stellvertreter und der jeweiligen Einsatzleiter vom Dienst, was schonmal die gleichen Leute sein können. Stand das Vorgängerfahrzeug noch für Privatfahrten der jeweiligen Feuerwehrchefs zur Verfügung, ist das beim neuen Kuga anders. Denn zwölf Feuerwehrleute arbeiten mittlerweile hauptamtlich in der Feuerwache. Sie warten Fahrzeuge und Geräte und sind sofort einsatzbereit. Deshalb bleibt auch der Kommandowagen an der Feuerwache stehen, um jederzeit für Einsätze zur Verfügung zu stehen.
Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug hat rund 400 Einsätze hinter sich. Es hat 385 000 Euro gekostet, von denen das Land 120 000 Euro bezahlt hat. Die hat die Stadt allerdings über zwei Jahre vorfinanzieren müssen, so lange dauerte es, bis der Zuschussbescheid vom Land tatsächlich kam. Das HLF verfügt über neun Sitzplätze für Feuerwehrleute, einen 2400 Liter fassenden Löschwassertank und hat alle nötigen Werkzeuge für die technische Hilfe aber auch Atemschutzgeräte an Bord. „Das HLF ist unser Arbeitspferd“, sagt Theisinger. Es ersetzt ein 28 Jahre altes Fahrzeug mit vergleichbarer Ausstattung.
Stadt und Feuerwehr bereiten den Kauf eines zweiten Wechsellader-Fahrzeugs vor. Auch hier wird die Stadt beim Kaufpreis in Vorlage treten müssen. „Es dauert bis zu fünf Jahre, bis der Zuschuss für neue Fahrzeuge tatsächlich fließt“, berichtet Theisinger. Denn das Land sei finanziell klamm. Mittlerweile hat die Feuerwehr sechs Wechselcontainer für wechselnde Aufgaben. Einer davon war etwa mit speziellen Löschmitteln beim Brand eines Trafohauses in der Hofenfelsstraße vor einigen Monaten im Einsatz. „Ab fünf Containern sollte man zwei Fahrzeuge haben, um die Einsatzfähigkeit sicherzustellen“, sagt Theisinger.