Zweibrücken Mammutfeld der Stabhochspringer
«BERLIN.» Früh aufstehen ist heute für Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken angesagt. Zusammen mit 35 weiteren Stabhochspringern in zwei Gruppen streitet er sich ab 10.30 Uhr um einen Platz im Finale der Leichtathletik-Europameisterschaften am Sonntag (19.10 Uhr) im Berliner Olympiastadion. 5,66 Meter sind dafür mindestens gefordert.
Mindestens, weil die Konkurrenz in Europa enorm groß ist. Entweder es wird deshalb ein großes Finalfeld geben oder es geht schon in der Qualifikation sehr hoch hinaus. Allein sechs Springer haben in dieser Saison bisher bereits eine Höhe von 5,80 Metern oder mehr geschafft. Darunter sind unter anderem der Franzose Renaud Lavillenie (5,95 m), der in den Jahren 2010, 2012 und 2014 schon Europas Bester war, und der Pole Piotr Lisek (5,85 m). Beide starten in Holzdeppes Qualifikationsgruppe B, ebenso wie sein deutscher Teamkollege Torben Ladig bei seinem Nationalmannschaftsdebüt. Beim Zweibrücker Himmelsstürmer-Cup Mitte Juni hatte Holzdeppe Lisek geschlagen, seine immer noch gültige Saisonbestmarke von 5,81 Metern aufgestellt. Der 28-jährige Wahl-Saarbrücker, der die Heim-Weltmeisterschaft 2009 in Berlin auf der Tribüne miterlebt hatte, freut sich auf die Kulisse. Läuft es gut, kann der Olympiadritte von 2012 in London, der Weltmeister von 2013 und EM-Dritte von 2012 in Helsinki, in Berlin durchaus um eine Medaille mitspringen.