Handball
Lob auch ohne Punkte für die Frauen des SV 64 Zweibrücken
Dass der Sieg in diesem Derby an die Moskitos ging, war völlig in Ordnung. Was aber die Höhe anbelangte, bewerteten SV-Trainer Rüdiger Lydorf und HSG-Coach Sebastian Franz die Lage ein bisschen unterschiedlich.
„Hätte auch knapper ausgehen können“, resümierte Lydorf. Mit Fortuna auf ihrer Seite hätten die Zweibrückerinnen sogar was Zählbares verbuchen können. Janine Baus hatte nach einer guten SV-Phase gerade per Strafwurf auf 20:22 (54.) verkürzt. Der SV war in diesem Moment das spielbestimmende Team. Aber zwei leichte Fehler in Folge nutzte Marpingen, um entscheidend auf 24:20 wegzuziehen. „In der Summe haben wir noch zu viele leichte Fehler gemacht“, bestätigte Lydorf. Für ihn auch erklärbar. „Wir konnten nur zwei Vorbereitungsspiele bestreiten, da fehlt noch die richtige Abstimmung“.
Anfangsprobleme nach 15 Minuten überwunden
Weil sein Team diese Möglichkeiten konsequent nutzte, gehe der Sieg absolut in Ordnung, befand HSG-Trainer Franz, der die Marpingerinnen seit dieser Saison trainiert, den Tempo-Handball forcieren möchte. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir so konsequent und mit viel Tempo wie in dieser Phase über einen längeren Zeitraum spielen. Hätten wir das gemacht, hätten wir die Partie schon frühzeitig klarer für uns entschieden“, befand Franz.
Zunächst sah es nach einem klaren Favoritensieg aus. 7:2 führten die Gäste nach zwölf Minuten. Die jungen Zweibrückerinnen hatten gut mitgespielt, waren aber ein ums andere Mal an Torfrau Carina Kockler gescheitert. In der Abwehr passte auch die Zuordnung nicht richtig. Das wurde besser, als Hanna Müller die Abwehrposition übernahm, sich Annalena Frank auf den Angriff konzentrieren konnte. Neuzugang Rebecca Knoll übernahm jetzt die Regie und war neben Zahm, die im Tor eine starke Partie spielte, die SV-Spielerin, die hoffen ließ, dass es eine kleine Sensation geben könnte. Zweibrücken spielte sich auf 8:10 heran. Beim 10:11-Anschluss, den Lara Schlicker per Gegenstoß erzielte, konnte der SV kurz hoffen, der Partie eine Wende zu geben.
Das gelang nicht. Dafür brachte Marpingen zu viel Drittligaerfahrung mit, spielte in dieser Phase über die starke Kreisläuferin Anna Bermann, die mit zwei Treffern in Serie den Drei-Tore-Abstand wieder herstellte.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zahm – Baus (7/4), Hilz (1), Frank (2) – Schlicker (2), Jänicke (1) - Bullacher (3) – Knoll (5), Müller, Luga (1), Jag
HSG Marpingen-Alsweiler: Kockler, 31. Bettinger – Petrak (5/1), Hartz (5/1), Houben – Korn (2), Spengler (2) – Bermann (5) – Fuchs (4/1), Zägel (3), Kiefer, Rech (1), Schlegel
Spielfilm: 2:7 (12.), 8:10 (22.), 11:15 (Halbzeit), 13:18 (35.), 17:19 (41.), 20:22 (54.), 20:24 (56.), 22:27 (Ende) - Zeitstrafen: 2:2 - Siebenmeter: 6/5:3/3 – Beste Spielerinnen: Zahm, Knoll – Kockler, Bermann - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Jelicic/Weißbrod (HV Saar).