Zweibrücken Kreuzfahrten und Spanien besonders beliebt

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„Ich fliege irgendwo in den Süden – vielleicht nach Kanada oder so.“ Der Spruch soll von Ex-Fußball-Profi Mehmet Scholl stammen, er offenbart eine geografische Bildungslücke. Die Inhaber und Beschäftigten der Zweibrücker Reisebüros wissen, wo auf dem Globus oben und unten ist, das schätzt die Kundschaft sehr. Die Beratungsgespräche drehen sich auch dieses Jahr besonders oft um Spanien. Der Touri-Magnet spukt durch die Urlaubsträume vieler reiselustiger Zweibrücker.

Im Reisebüro Schmid berichtet Inhaber Frank Schmid von nicht nachlassendem Interesse an Spanien-Urlauben. „Da geht alles, inklusive Balearen und Kanaren“, sagt er. Die geopolitisch angespannte Situation wirke sich dagegen zu Lasten einiger anderer klassischer Urlaubsländer aus. „Was die Türkei, Tunesien und Ägypten angeht, sind die Leute verhaltener“, sagt er. Die schwächelnde Nachfrage habe auf der anderen Seite aber sinkende Preise zur Folge. Schmid: „Die sind im Keller.“ Das wiederum bedeute, dass sich mancher Urlaubsreife mit schmalem Budget dann eben doch eher für einen Türkei-Aufenthalt entscheide, als die Koffer für eine Spanien-Reise zu packen. Was laut Schmid weiter boomt, sind Kreuzfahrten, hier hätten die Reedereien mittlerweile für jede Alters- und Gesellschaftsschicht etwas zu bieten. „Flusskreuzfahrten gehen genauso gut.“ Grundsätzlich, so der Reise-Experte, seien die Leute, was Urlaub angeht, konsumfreudig wie selten. Früher habe es „Geiz ist geil“ geheißen, heutzutage heiße es: „Service ist viel geiler.“ Beim Tui-Reisecenter in der Gutenbergstraße vermeldet Mitarbeiterin Petra Baier, dass nach wie vor viele Leute Lust auf eine USA-Reise haben. „Trotz Trump“, sagt sie. Auch Baier spricht die beliebter werdenden Kreuzfahrten an. Auf einem Schiff Urlaub zu machen, sei inzwischen für alle möglich. „Wobei das Hochpreis-Segment eher von älteren Urlaubern gebucht wird“, bringt die Mitarbeiterin Schiffe wie die „Queen Mary 2“ ins Spiel. Den von Frank Schmid angesprochenen Einbruch bei Türkei- und Ägypten-Urlauben teilt Petra Baier nicht hundertprozentig. Ihrer Beobachtung nach erholen sich diese Reiseländer seit der vergangenen Saison wieder. Die meisten Menschen beschäftigten sich mit ihrem Urlaub nicht auf den letzten Drücker: „Es wurde schon im Januar viel gebucht.“

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