Zweibrücken „Jeder lächelt uns an“

Fareed Al Sarraf aus Kuwait wohnt seit etwa einem Monat mit seiner Familie in der neuen Ferienwohnung auf dem Kreuzberg. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ berichtet der Informatiker in Englisch von seinen Eindrücken und Plänen für die Zukunft. Durch ganz Deutschland und einige europäische Nachbarländer will die Familie in den nächsten Jahren reisen. Und Deutsch lernen. Wenigstens ein bisschen.
Wir machen hier seit einem Monat Ferien. Wir mussten uns neu einrichten und haben bei Möbel Martin in Zweibrücken und der Möbel-Fundgrube in Homburg eingekauft. Am Donnerstag fahren wir nach Frankfurt, bleiben dort zwei Tage, und dann geht’s nach Hause. Was haben Sie denn von Zweibrücken schon gesehen? Ich habe meine Familie mit ins Outlet genommen. Wir haben dort alles Mögliche eingekauft. Gerade kommen wir aus der Innenstadt zurück. Und wir waren schon im Rosengarten und haben dort Fotos gemacht – ein sehr schöner Park! Außerdem haben wir die Nachbarstädte besucht, zum Beispiel Saarbrücken. Und gestern waren wir im Europapark in Rust. Wir sind wirklich glücklich, hier zu sein. Es ist sehr schön. In unserer ersten Woche gab es ein Pferderennen, das wir besucht haben. Da war ganz schön viel los. Also werden Sie gerne wiederkommen? Ja, ich brauche ja Ferien. Wir werden wohl ab und zu für eine oder zwei Wochen da sein. Aber im Sommer haben die Kinder große Ferien. Dann werden wir zwei oder drei Monate hier sein. Sind die Sommerferien in Kuwait sehr lange? Die Schüler hier haben nur sechs Wochen frei. Ja, bei uns dauern sie länger als hier. Etwa zweieinhalb Monate. Möchten Sie Zweibrücken dann als Ausgangspunkt für Reisen durch Europa nutzen? Ja, wir wollen alle wichtigen Städte in Deutschland sehen. Wir werden München besuchen, Dortmund, Aachen. Und Saarbrücken, das ist schön nah. Nach Straßburg möchten wir auch. Wir wollen einfach alles sehen. Ich habe überlegt, dass wir nächstes Jahr einen Trip nach Hamburg machen könnten und von dort aus eine Rundreise quer durchs Land. Den Rest der Ferien verbringen wir dann hier. Das ist der Plan. Und andere europäische Länder? Frankreich ist natürlich sehr nah ... Frankreich werden wir bestimmt besuchen, aber auch Belgien, Luxemburg, Holland und die Schweiz. Das ist alles sehr nah, innerhalb von drei Stunden kommt man überall hin. Es gefällt mir, dass die Gegend hier so zentral liegt. War das ein Grund dafür, dass Sie sich für Zweibrücken entschieden haben? Die zentrale Lage? Oh ja, sicherlich. Sie sind aus Kuwait. Wie sind Sie auf Zweibrücken gekommen? Es ist eine sehr kleine Stadt in einem sehr weit entfernten Land ... Mein Bruder kam vor vier Jahren hierher. In Homburg hat er da gewohnt. Die Gegend hat ihm gut gefallen. Er hat uns viel darüber erzählt, also haben wir den Plan gefasst, auch herzukommen und unsere Reisen von hier aus zu beginnen. Kam Ihr Bruder am Anfang auch zum Urlaub machen hierher? Ja, die Familie seiner Frau wohnt in Homburg. Es war also ein Besuch. Haben Sie denn schon einige deutsche Wörter gelernt? Ein paar. „Guten Tag“ und „Guten Morgen“ zum Beispiel. Und „genau“. Mein Sohn hat sich ein Buch gekauft, um Deutsch zu lernen. Ein Wörterbuch? Ja, ein Wörterbuch. Erst gestern hat er es gekauft, um sich die deutsche Sprache anzueignen. Haben Sie viel Kontakt mit den Leuten hier? Ihren Nachbarn zum Beispiel? Mit den Nachbarn, ja. Bisher sagen wir nur hallo und guten Morgen zueinander. Wir sind dankbar, dass die Zweibrücker so freundlich sind. Jeder lächelt uns an. Wir sind Besucher hier und haben viel Respekt vor den Menschen. Meine Frau fühlt sich sehr wohl und ist nun traurig, weil wir heimfahren müssen. (mefr)