Torschützenkönige RHEINPFALZ Plus Artikel Jan-Patrick Buchheit hat fast die Hälfte aller SVN-Tore erzielt

Nur schwer zu stoppen: Stürmer Jan-Patrick Buchheit (rechts), hier im Finale der Stadtmeisterschaft gegen Jan Wollschläger vom T
Nur schwer zu stoppen: Stürmer Jan-Patrick Buchheit (rechts), hier im Finale der Stadtmeisterschaft gegen Jan Wollschläger vom TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken) bekommt beim SVN Zweibrücken von seinem Trainer viele Freiheiten.

Mit 39 Treffern wurde Jan-Patrick Buchheit Torschützenkönig der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken. Für seinen SVN Zweibrücken genügte dies nur zu Rang drei.

Die fußballfreie Zeit hat Buchheit in der serbischen Heimat seiner Frau verbracht. Ein bisschen sind sie dort im Land herumgefahren, aber überwiegend haben sie die Familie besucht, erzählt der 27-Jährige über die zurückliegenden Wochen. Er habe da sehr gut vom Fußball abschalten können. Einen großen Blick zurück auf die vergangene Spielzeit, die er mit dem SVN Zweibrücken als Dritter knapp hinter dem Aufstiegsrelegationsplatz beendet hat, hat Buchheit da nicht mehr geworfen. „Wir haben das Aufstiegsziel oder den Relegationsplatz schon mit Beginn der Saison verspielt“, legt er eine für sich gewonnene Erkenntnis dar. „Wenn du in den ersten sieben Spielen viermal verlierst, musst du dich nicht wundern, wenn du am Ende nichts mit dem Aufstieg zu tun hast“, befindet der Bäcker weiter.

Dass sie dennoch lange Zeit erster Verfolger von Vizemeister FK Petersberg waren, zeige nur, was in der Mannschaft an Potenzial stecke. „Im Grunde haben wir uns zu oft selbst geschlagen. Das war mit dem Start zu sehen, aber auch bei der Niederlage bei Meister Palatia Contwig, als wir eine 2:0-Führung in der zweiten Halbzeit aus unerklärlichen Gründen aus der Hand gegeben haben. Wir haben uns vieles selbst zuzuschreiben und brauchen da keine anderen Gründe zu suchen, auch wenn Contwig eine Ausnahmemannschaft war.“

39 Treffer in 30 Spielen

Obwohl der SVN der Musik lange hinterherlief, war die Saison für ihn persönlich eine gute: 39 Tore markierte der Linksaußen in 30 Spielen. Mit dieser Quote hat Jan-Patrick Buchheit, der von allen „Peddy“ genannt wird, beinahe die Hälfte der insgesamt 95 Buden bei den Niederauerbachern erzielt. Eine Höchstzahl in seiner Laufbahn, wie der Papa einer Tochter feststellt. „Vorher war ich eher Vorlagengeber und Torschütze, es war mehr ein Mix.“

Nun, in seinem ersten Jahr beim SVN Zweibrücken, hat sich das verändert. Grund dafür ist Trainer Mentor Shabani. Die beiden kennen sich schon viele Jahre, spielten beim TSC Zweibrücken und der SG Knopp/Wiesbach zusammen. Der Spielertrainer holte ihn an die Hofenfelsstraße. „Ich kann mich hier voll auf meine Offensivstärke konzentrieren. Durch unser frühes Angriffspressing komme ich häufig in Aktionen, und meine Mitspieler setzen mich auch häufig ein.“ Vom Trainer bekomme er Freiheiten, „er weiß, dass Defensivarbeit nicht so meins ist“.

Die Lieblingsposition abgegeben

Auf der anderen Seite bekamen Shabani und das Team einen verlässlichen Torschützen. Und sogar noch mehr, wie Winter-Neuzugang Rahim Hadjadj der RHEINPFALZ in einem früheren Interview verriet: „Eigentlich spielt Peddy auf meiner Lieblingsposition, ich weiche dafür auf rechts aus. Aber man kann so viel von ihm lernen und sich Tipps abholen, dass das vollkommen okay ist.“ Auch Buchheit spürt eine plötzlich veränderte Situation. „Es ist schon so, dass ich mehr beobachtet werde im Training, im Gegensatz zu früher. Da habe ich sozusagen mein eigenes Ding durchgezogen, bin nach dem Training nach Hause, nun gibt es mehr Verantwortung für mich.“ Nicht selten würden Mitspieler auf ihn zukommen und fragen, wie sie sich in bestimmten Spielsituationen verhalten oder welche Laufwege sie gehen sollen. „Das macht mich natürlich stolz, wenn andere so ein bisschen zu mir aufschauen. Da versuche ich natürlich, sie bestmöglich zu unterstützen.“

Ein Trefferziel für die Saison 2025/26 hat er sich nicht gesetzt, sondern „einfach eine geile Saison zu spielen“. Und: „Vielleicht schaffe ich es, zum ersten Mal in meiner Karriere mit meinen Kollegen eine Meisterschaft zu feiern, aber dann dürfen wir uns nicht wieder durch eigene Fehler selbst schlagen.“

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