Zweibrücken Hilfe auf dem beschwerlichen Weg: IB unterstützt Flüchtlinge
Anderen auf ihrem Weg beizustehen, sie zu coachen, das ist Barbara Aldorfs Beruf und Berufung als Pädagogische Mitarbeiterin im Zweibrücker Bildungszentrum des Internationalen Bunds (IB). Hier hilft sie im Bereich Soziale Arbeit Menschen mit unterschiedlichsten Biografien, Fuß zu fassen in einem geregelten (Berufs-)Alltag. Folgerichtig ihr Impuls, nun auch flüchtenden Menschen auf deren Weg in eine neue Normalität zu helfen. Kommende Woche bricht sie in Richtung Polen auf. Dort betreibt in Krakau eine polnische Stiftung des IB eine Anlaufstelle für Flüchtlinge.
Tagebuch für RHEINPFALZ-Leser
Gleich zu Beginn der Ukraine-Krise hat sich Barbara Aldorf freiwillig gemeldet, um den Flüchtlingen vor Ort zu helfen: „Ich bin schon viel in der Welt herumgekommen“, erklärt die 50-Jährige, warum sie sich einer solchen Aufgabe gewachsen fühlt. Sie sei auch nicht sehr ängstlich oder schrecke vor Situationen zurück, in denen man improvisieren müsse. Nun hat sie die Nachricht erhalten, dass sie von 8. bis 17. April fest eingeplant ist, in Krakau mit anzupacken. In den frühen Morgenstunden des Freitags wird sie aufbrechen, mit einem Transporter voller Spenden. In einer Art Tagebuch lässt sie die RHEINPFALZ-Leser dann teilhaben an ihren Eindrücken und Erlebnissen.
Volle Unterstützung bekommt Barbara Aldorf von ihrem Team: Ihr Chef, der Leiter des Bildungszentrums in Zweibrücken, Torsten Wolf, freut sich nicht nur über ihr persönliches Engagement, sondern auch über die „große Solidarität“ innerhalb der gesamten Einrichtung – von den IB-Mitarbeitern bis hin zu den – etwas bürokratisch bezeichneten – „Maßnahmeteilnehmern“. Alle seien aktiv: Im Bildungsbereich „Lager und Logistik“, so schildert Torsten Wolf beispielhaft, würden die Spenden sortiert, katalogisiert und sinnvoll verpackt – was zum einen eine wertvolle Lehrerfahrung sei, die Sache aber auch insgesamt rund mache. Andere Mitarbeiter des Hauses hätten sich sofort bereiterklärt, die durch Barbara Aldorfs Abwesenheit entstehenden Lücken zu kompensieren.
Sammlung bis Mittwoch
„Es ist sehr schön, dass sich alles gewissermaßen verselbstständigt, auch weil wir sehr gut vor Ort vernetzt sind, zum Beispiel mit dem Jobcenter oder den Kirchengemeinden“, freut sich Wolf über Spendenbereitschaft auch von außerhalb. Bis kommenden Mittwoch werden weitere Spenden gesammelt. Diese wird er zusammen mit Martin Schüler (Leiter IB Saarland) und Andre Bischofberger (Leiter Dezentrale Verwaltung) in einem zweiten Transporter – Barbara Aldorf begleitend – nach Krakau fahren. Anschließend kehren sie allerdings direkt ohne ihre Kollegin zurück. Bis Mittwoch, 9. April, können Spenden (bitte ausschließlich Dinge, die auf der Liste tatsächlich genannt werden) abgegeben werden. Sollten Firmen wie zum Beispiel Apotheken größere Mengen spenden wollen, würde Barbara Aldorf die Sachen auch mittwochs noch abholen.
Welche Spenden geb raucht werden
- Rucksäcke
- Tragetaschen
- Masken
- Desinfektionsmittel
- Lebensmittel (nicht flüssig)
- Regenkleidung (dunkle Farben)
- aufgeladene Powerbanks
- Schlafsäcke (dunkle Farben)
- Luftmatratzen
- Isomatten
- neue Unterwäsche und Socken
- Decken (dunkle Farben)
- Kissen
- Erste-Hilfe-Kits
- Medikamente (insbesondere Insulin)
- Hygiene-/Gesundheitsartikel (z.B. Shampoo, Seife, Zahnpasta, Zahnbürsten)