Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Heiße Sommertage: So ist das Klima im Zweibrücker Biergarten

Betriebsleiter Markus Augst schenkt der Inhaberin Franziska Zadra ein kühles Getränk ein.
Betriebsleiter Markus Augst schenkt der Inhaberin Franziska Zadra ein kühles Getränk ein.

Wird’s im Sommer besonders sonnig und heiß, zieht’s die Leute in den Biergarten. Möchte man meinen. Das stimmt aber nicht immer.

Erst war Anfang Juli eine Bullenhitze, dann war’s völlig verregnet. Ende der Woche soll’s aber wieder sommerlich heiß werden. Wir haben mal im Biergarten nachgefragt, wie die Betreiber echte Sommertage erleben.

2014 gegründet, hat sich der Biergarten in der Nähe des Freibades als sommerlicher Treffpunkt in Zweibrücken etabliert. „Aber bei mehr als 33 Grad bleiben tagsüber viele Gäste aus. Dann gehen die Leute lieber ins Freibad“, hat Markus Augst beobachtet. Der 37-Jährige leitet für die Zweibrücker Zadra-Gruppe den Betrieb im Biergarten, im angrenzenden bayerischen Wirtshaus und im nahen Hotel Rosengarten. Aus Erfahrung weiß er, dass an besonders schweißtreibenden Tagen das Geschehen erst gegen Abend so richtig anzieht. „Dann lässt die Hitze nach, so etwa ab 18, 19 Uhr.“ Der Valentins-Biergarten hat in der Regel täglich bis 22 Uhr geöffnet; bei regem Zuspruch im Sommer kann’s auch mal später werden.

Die richtige Getränkeauswahl

Im Großen und Ganzen bestellen die Gäste an heißen Tagen dieselben Getränke wie sonst auch, stellt der Betriebsleiter fest. „Bier und Schorle sind übers ganze Jahr ein Renner“, sagt Markus Augst. Im Sommer stets beliebt – auch bei milderen Außentemperaturen – seien Radler und andere Biermischgetränke sowie alkoholfreies Weizen. Aus der Speisekarte würden in der warmen Jahreszeit vermehrt Vesperbretter und Salate ausgewählt. „Im ganzen Jahr sind Brezeln bei uns der Dauerbrenner – auch ohne Weißwurst“, berichtet Augst. „Und Pommes gehen sowieso immer.“

Typische Biergarten-Accessoires sind Sonnenschirme – auch an der Schließ. Doch bei brütender Hitze sollte man sich lieber nicht unter die großen blauen Schirme setzen, rät Augst. Denn unter ihnen staue sich mitunter die Wärme. Eine gute Wahl an heißen Tagen seien die Sitzplätze unter Kastanienbäumen. „Dort hat man gefühlt drei, vier Grad weniger“, sagt der Biergarten-Chef. „Die Leute können aber auch nach drinnen gehen, ins Wirtshaus. Da haben wir zwar keine Klimaanlage, aber kühler als im Freien ist es auf alle Fälle. Vor allem Ältere gehen dann lieber rein.“

Hitze macht erfinderisch

An Hitzetagen wird die hauseigene Kühlanlage stark beansprucht. „Aber sie hält“, berichtet Augst. Zwar müsse das Kühlaggregat dann mehr leisten, „aber es arbeitet tadellos“. Noch nie habe man Probleme mit den Speisevorräten oder in der Kuchentheke gehabt. „Unsere Lebensmittelkühlung ist stark genug. Zum Beispiel behalten die Salate konstant die vier bis fünf Grad, sie sie brauchen.“

„Erfinderisch“, so der Betriebsleiter, müsse man hier im Biergarten „so ab 30 Grad mit unserem Fasskühler umgehen“. Dieser sei tagsüber der Sonne ausgesetzt. „Dann hüllen wir ihn mit großen, dicken Decken ein. Das funktioniert sehr gut und hat sich bewährt.“

Mal ein Glas Wasser zwischendurch

Was rät Markus Augst seinen Gästen? Wie lässt sich der Aufenthalt im Biergarten in heißen Zeiten möglichst angenehm gestalten? Biertrinkern empfiehlt er mit einem Augenzwinkern, „nach jedem zweiten oder dritten Blonden mal ein Glas Wasser dazwischenzuschalten. Unsere Gäste wissen aber Bescheid und verhalten sich entsprechend. Und wenn die Kinder erhitzt vom Spielplatz kommen, ist es nicht verkehrt, ihnen ein Eis zu spendieren.“

Im Biergarten, so berichtet dessen Inhaberin Franziska Zadra auf Anfrage, sind vier festangestellte Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen etwa 15 Aushilfskräfte. Wie in vielen anderen Branchen werde auch hier die Suche nach Personal immer schwieriger. „Wir suchen eigentlich alles“, sagt Markus Augst: „Festangestellte, Gelernte und Ungelernte. Wie überall.“ Wer sich fürs Kellnern interessiert, muss nach Franziska Zadras Worten „Bock darauf haben, mit Menschen zu arbeiten. Wenn es den Leuten wirklich Spaß macht, ihre Gäste zu verwöhnen, sind sie bei uns an der richtigen Adresse.“

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