Kolumne Abseits RHEINPFALZ Plus Artikel Hat geklappt: Palatia Contwig ruft per Instagram zur Unterstützung auf

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In der Kolumne „Abseits“ zum Sport in der Region Zweibrücken geht es auch um die SG Rieschweiler II in der B-Klasse, die noch weiter um den Titelgewinn bangen muss.

SG Rieschweiler II: Mit etwas Druck in letzte drei Spiele

„Wir hätten es gerne entspannter gehabt“, meint Daniel Preuß, Spielertrainer des Tabellenführers SG Rieschweiler II, nach der 2:3 (1:0)-Auswärtsniederlage gegen den nun nur noch einen Zähler schwächeren SV Hermersberg II (66) im Spitzenspiel der B-Klasse West. Jetzt gilt es bei drei ausstehenden Spielen drei Siege einzufahren. „Wir schießen in doppelter Unterzahl in der 90. Minute erst noch das 2:2, da war der Jubel natürlich groß. Mit der letzten Aktion handeln wir uns dann noch das 2:3 ein“, meint Preuß, dessen Team bereits ab der 33. Spielminute ein Mann weniger war, weil Torwart Marius Seibel nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Weil Pascal Emser ganz spät dann eine Zehnminutenstrafe kassierte, war die SGR in der Schlussphase in doppelter Unterzahl.

Ist der Nervenkitzel, mit nur einem Punkt Vorsprung, genau das, was Fußballer brauchen? „Klar, wir hätten es gerne gehabt, vier Punkte Vorsprung zu haben. Aber wir haben nicht angefangen, Fußball zu spielen, um bei schönem Sommerwetter um den siebten Platz zu spielen“, verdeutlicht Preuß, der sich den Aufstieg in die A-Klasse wünscht. „Im Vorjahr, als wir gegen den Abstieg gespielt haben, war der Druck noch viel größer“, findet der SGR-Spielertrainer.

A-Klasse: Palatia Contwig darf Wiederaufstieg bejubeln

Mission Wiederaufstieg nannte es der SV Palatia Contwig auf der Social-Media-Plattform Instagram. „Kuntwichistrotweissrot“ und „diebubevomschwarzbach“ stand in dem Post, den die Contwiger Internetbeauftragten auf die Seite hievten. Unterlegt wurde ein weiterer Post mit dem Lied „Freed from Desire“. Damit sollten auch viele Fans akquiriert werden, das Team im Heimspiel zu unterstützen.

Bis zum Samstag fehlte der Mannschaft von Spielertrainer Niklas Kupper noch ein Zähler zur Rückkehr in die Bezirksliga, da in den Amateurklassen bei gleichem Punktestand das Torverhältnis nicht ausschlaggebend ist. Nach dem 8:1 (4:1) im Heimspiel gegen den TSC Zweibrücken II sind nun die letzten Zweifel ausgeräumt: Contwig ist Meister. Zwölf Punkte beträgt der Vorsprung der Contwiger – bei noch drei ausstehenden Spielen – auf den FK Petersberg. Von 81 möglichen Zählern hat Contwig bisher 71 eingeheimst. Schon nach einer halben Stunde war der Drops gelutscht, da stand es 4:1 für die Gastgeber.

Dann gibt es in der A-Klasse noch den SVN Zweibrücken. Der ist mal wieder in Lauerposition. Vier Punkte liegen zwischen den Jungs von der Hofenfelsstraße und dem Zweitplatzierten FK Petersberg. Ob es noch was wird mit der Aufstiegsrelegation? In den Vorjahren landeten die Blau-Weißen regelmäßig, à la Hamburger SV in der 2. Bundesliga, direkt hinter den Aufstiegsrängen.

Am Wochenende haben die HSV-Jungs mit der Raute aber – nach Jahren – den Aufstieg in die Erste Liga wieder perfekt gemacht. In der A-Klasse gewann der SVN, der FK Petersberg auch. Also weiter Lauerposition und die Hoffnung, es den Kickern aus der Hansestadt noch gleichzutun.

Kinderstadtplan: Schon beim Ansehen die Arme dehnen

Auf dem Straßentheater-Spektakel am Wochenende lag er beiläufig aus, neben vielen anderen Prospekten: der „Kinderstadtplan der Stadt Zweibrücken“. Der ist auch sportlich gar nicht uninteressant. Nicht nur, weil er riesengroß ist und die Arme bereits beim Aufklappen gedehnt werden, sondern auch, weil viele sportliche Höhepunkte der Rosenstadt abgebildet sind. Kleine kickende Figuren, aber auch solche, die Schlittschuh laufen, Tischtennis oder Tennis spielen, ja sogar Skiläufer sind darauf zu sehen. Es gibt Zeichen für Stadien, Sportplätze und Möglichkeiten zum Basketballspielen.

Das alles ist liebevoll eingezeichnet und zeigt, wie einfach Kinder auf Sportangebote aufmerksam gemacht werden können. Eines gibt Oberbürgermeister Marold Wosnitza in seinem Grußwort zum „Kinderstadtplan“ zurecht wieder: „Er ist nicht nur etwas für Kinder, auch Erwachsene und Gäste in Zweibrücken erhalten einen Überblick.“ Zwar groß, aber einfach und schlicht gehalten – für Zweibrücken gerade richtig. Das passt und kann in den Sportvereinen für Zulauf sorgen.

Benjamin Haag
Benjamin Haag
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