Zweibrücken
Es blüht und brummt im Rosengarten
„Die Kirschbäume blühen jetzt und die frühe Magnolie. Die Bergenien blühen noch, die Osterglocken, die Lenzrosen. Das macht Laune“, sagt Heiko Hübscher, der gärtnerische Leiter des Zweibrücker Rosengartens. Die Blüte habe früh angefangen. Das sei aber kein Grund zur Sorge, dass später im Jahr nichts mehr zu sehen sei. Hübscher: „Niemand wird enttäuscht. Der Garten ist als Ganzjahresgarten angelegt, in dem es immer wieder an anderer Stelle blüht. Die Blüte soll nicht abreißen.“
Es blüht nicht nur, es brummt auch. „Das sind die Wildbienen, die die Kästen früh besetzten“, erklärt Hübscher. Doch nicht nur die Bienen sind fleißig, Mitarbeiter des Umwelt- und Servicebetriebs Zweibrücken (UBZ), der den Garten betreibt, schieben vor Saisonstart Schubkarren, pflanzen und jäten. Die Rosen sind teilweise schon geschnitten. Hübscher: „Mit dem Rosenschnitt haben wir angefangen. Das dauert noch so zwei bis zweieinhalb Wochen, bis wir durch sind.“
„Ich mag den Parkcharakter des Gartens“, sagt Hübscher. Nach seinen Lieblingsplätzen gefragt, nennt er den Hügel am Weiher zum Guldenweg hin, „wo eine kleine Auswahl historischer Rosen steht, die herrlich durften“. Außerdem schätze er den alten Weg am Weiher, der an der großen Magnolie, dem Tulpenbaum und dem Urweltmammutbaum vorbeiführt. Nicht zuletzt erfreue ihn das Beet direkt vor seinem Büro, „wo es das ganze Jahr blüht, da kommt ständig was nach. Wenn ich rausgehe, finde ich das schön, es hat etwas Ruhiges“.
Zwei Baustellen gibt es noch
Auch zwei Baustellen gibt’s momentan: Zum einen entsteht ein Freundschaftsgarten mit Baden-Baden – dort sollen Rosen gepflanzt werden. Zum anderen kommt ein Insektengarten. Für den Freundschaftsgarten ist laut Hübscher ein Gärtnerlehrling im Garten- und Landschaftsbau zuständig, der zusammen mit einem weiteren Lehrling auch den Insektengarten aufbaut. „Wir bilden auch aus. Wir haben schon Bewerbungen für den Herbst. Zum Glück“, so Hübscher. Der Insektengarten werde so vorbereitet, dass die Tiere sich dort wohlfühlten, mit entsprechenden Pflanzen und Baumaterialien, Lehmstellen, Sandbereichen und Tränken. Bis Mai wolle man damit fertig sein. Er sei kein Freund von Insektenhotels, so Hübscher. „Da ziehen die Gäste ein und wieder aus.“
Gearbeitet wird auch an dem Garten für die Partnerstädte, einer Anlage in der Nähe des Totempfahls. „Die Hütte, die früher ein Kiosk war, wird jetzt fertiggestellt, die Infotafeln sind beauftragt. Bis zur Pfingstbegegnung mit Boulogne und dem Besuch von Yorktown im Juni wird alles fertig sein“, kündigt Hübscher an. Die Partnerschaften werden an dieser Stelle mit Hinweisen zu den Städtepartnerschaften in der Hütte gewürdigt.
Dass demnächst ein „Pfad der Poesie“ eröffnet wird, verrät Hübscher am Rande. Angeregt habe ihn die Beigeordnete Christina Rauch. Im Eingangsbereich werden literarische Werke der bisherigen sechs Pfalzpreisträger aus Zweibrücken präsentiert. Zum diesjährigen 110. Geburtstag des Rosengartens werde es auch ein neues Rosengartenbuch geben. Und für das „Dornröschen“, ein Andenkenlädchen mit Café, habe man nun eine Pächterin, ergänzt Hübscher. Zurzeit werde das Dach des „Dornröschens“ repariert. Gebaut wurde das „Dornröschen“ 1955.
Unterhaltungsprogramm mit viel Musik
Beim Unterhaltungsprogramm will der UBZ mit einem Sunset-Open-Air-Konzert an zwei Tagen Ende August „Neues wagen und es beibehalten, wenn es sich bewährt“, sagt Daniel von Gyldenfeldt, beim UBZ zuständig für den Rosengarten. Zwei Bands spielen je Abend. Am Freitag, 30. August, sind dies als Vorgruppe Generation X und als Hauptgruppe Halleluja mit einer Westernhagen-Tribute-Show. Samstags stehen Double Shot und anschließend die Anonyme Giddarischde auf der Bühne.
Pro Abend können 900 Gäste kommen. Eintritt wird laut von Gyldenfeldt erstmal für das Lichterfest am Samstag, 22. Juni, verlangt. Zehn Euro sind es regulär, sieben Euro ermäßigt. Wie beim Open-Air-Konzert haben auch Jahreskartenbesitzer einen ermäßigten Eintritt. Von Gyldenfeldt: „Wir mussten für das Lichterfest einen Kartenvorverkauf einführen, weil wir die Anzahl der Besucher auf 4500 begrenzen müssen. In den letzten Jahren kamen zu viele Leute.“ Einlass sei aber schon um 18 Uhr und nicht erst wie bisher um 20 Uhr. Drei Bands spielen - Short Way, Brass Machine und The Red Couch. Zudem gibt es Stelzentheater, Beleuchtung und ein Feuerwerk.
Kein Eintritt zu den Rosentagen
Für das gesamte weitere Programm sei kein Extra-Eintritt zu bezahlen, betont von Gyldenfeldt. Dazu gehörten nicht nur die beiden Märkte und die Rosentage, sondern auch fünf Picknicks im Park, „mit drei Bands, die noch nie da waren, einer, die schon lange nicht mehr da war und der bekannten Hubbert House Band“. Die Gruppe Eichelhäher, die beim Picknick im Park am 7. Juli spielen wollte, hätte krankheitsbedingt abgesagt. Eine Woche später trete nun stattdessen die Band Blues Mafia auf.
Die Stadtkapelle sei dieses Jahr nicht dabei, dafür der Shanty-Chor am Sonntag, 26. Mai. Die Herzog-Christian-Musikschule nutze erstmals den Sonntag, 30. Juni, um sich zu präsentieren. Zum zweiten Mal gebe es einen Gottesdienst im Freien. Das sonntägliche Qi Gong mit Helga Knauer von 10 bis 11 Uhr werde ebenfalls wieder angeboten. „Und wie immer startet die Saison mit der Ostereiersuche. Die ist am Samstag, 30. März“, so von Gyldenfeldt.
Nichts geändert hat sich an den Eintrittspreisen, wie von Gyldenfeldt ausführt. Die Tageskarte für einen Erwachsenen kostet 5,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro und für Jugendliche zwei Euro.
Karten
Tickets für die beiden Open-Air-Konzerte und das Lichterfest sowie Jahreskarten sind beim UBZ oder an der Rosengartenkasse erhältlich. Die Jahreskarten gelten von April bis Ende März und erlauben einen ganzjährigen Zugang über das Drehkreuz im Bereich des Hotels.
Highlights des Jahresprogramms
Eröffnung an diesem Donnerstag, 28. März, 11 Uhr. Am Samstag, 30. März, 14 Uhr, gibt es eine Ostereiersuche.
Am Sonntag, 5. Mai, 11 Uhr, gibt es ein Picknick im Park mit Nickel & Dime, am 26. Mai, 15 Uhr, kommt der Shanty-Chor.
Fräulein J. & die Tournedos kommen am Sonntag, 2. Juni, 11 Uhr, zum Picknick im Park. Am Samstag und Sonntag, 8./9. Juni, 9 bis 18 Uhr, gibt es einen Rosen- und Gartenmarkt. Die Rosentage gehen am 22. und 23. Juni über die Bühne.
Am Sonntag, 14. Juli, 11 Uhr, ist beim Picknick im Park die Bluesmafia dabei. Am Sonntag, 4. August, 11 Uhr, die Hubbert House Band.
Das Sunset Open Air findet am Freitag und Samstag, 30. und 31. August, 18 Uhr mit Generation X, Halleluja, Double Shot und den Anonyme Giddarischde statt.
Eine Cocktailtanzparty gibt es am Samstag, 7. September, 16 Uhr, mit der Tanzschule Srutek.
Am Sonntag, 8. September, 11 Uhr, findet das letzte Picknick im Park mit The Old Friends statt. Am Samstag und Sonntag, 21./22. September, 9 bis 17 Uhr: Herbst- und Gartenmarkt.