Zweibrücken Erfolgsrezepte: Von top-fit bis zu elf Freunden

Zweibrücken. An der Spitze der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken spielt sich ein Zweikampf ab: Der SV Ixheim führt die Tabelle zur Winterpause mit drei Punkten Vorsprung auf den SV Großsteinhausen an. Ausgesprochen gut schlägt sich die Contwiger Palatia als Fünfter, der FC Knopp darf als Siebter auch zum vorderen Mittelfeld gezählt werden. Für die junge, neuformierte Mannschaft der Spielvereinigung Battweiler/Reifenberg stellt der aktuelle neunte Rang wohl die Obergrenze des derzeit Machbaren dar. Der SV Martinshöhe als 13. muss mit Wiederbeginn der Spielzeit Punkte für den Klassenerhalt sammeln.
Bernd Utzinger, Trainer des SV Ixheim, kann zufrieden vermelden, dass der Spitzenreiter von 18 Begegnungen bislang noch keine verloren hat. Und über die Spitzenposition freut er sich natürlich. Unmittelbar nach dem Auftakt Tabellenfünfter, gehörte Ixheim in der Folge immer zu den drei besten Teams, seit dem elften Spieltag wird konsequent der Platz an der Sonne gehalten. „Das überrascht uns selbst etwas“, stellt Utzinger fest. Die Struktur der Mannschaft erschwere die Trainingsarbeit nämlich: Der Klassenprimus habe einige Studenten in der Stammelf, weitere Spieler hätten sich aufs Abitur vorbereitet. Angesichts dieser Umstände stehe man an der Römerstraße besser da als erwartet. Für den Tabellenzweiten SV Großsteinhausen kann die Devise laut Spielertrainer Andreas Langner nur „Weiter so“ lauten. Ohne sich den Druck des „Aufsteigen müssens“ zu machen, habe sich der Verein vor der Saison vorgenommen, oben mitzumischen, das gelinge. „Unser großes Plus ist die körperliche Fitness“, sagt Langner, außerdem sei seine Truppe von einem ausgesprochenen Siegeswillen beseelt. „Wir haben einige Spiele umgebogen, die schon verloren schienen.“ Ein Vorteil sei der gute und breite Kader, verletzungsbedingte Ausfälle könnten ohne Qualitätsverlust aufgefangen werden. Auf die Frage, warum es in dieser Spielzeit beim SV Palatia Contwig so gut läuft, sagt Spielertrainer Stefan Höh immer nur das gleiche: „Weil es innerhalb meiner Mannschaft stimmt.“ Die Palatia hält sich also offensichtlich an den Jugendbuch-Klassiker von Sammy Drechsel „Elf Freunde müsst ihr sein“. Die Geschlossenheit, so Höh, habe dazu geführt, dass man am Contwiger Bahnhof das Saisonziel „Nichtabstieg“ mit 32 Punkten schon zur Winterpause erreicht habe. Die Klasse liegt von Platz acht bis Platz 16 zwar ausgesprochen eng beisammen, das Contwiger Polster ist – beispielsweise mit 13 Punkten auf den Elften FC Fischbach – aber dick genug. Stefan Höh & Co. wollen im weiteren Saisonverlauf noch etwas weiter vorrücken. Bis zum Ende der Runde wird Spielleiter Steffen Mayer vom FC Knopp auch noch das Traineramt übernehmen. Von Coach Marco Lagarto hat sich der Dorfverein vor Weihnachten getrennt. „Einvernehmlich“, betont Mayer; Lagarto habe nicht genügend Zeit aufbringen können, um die Truppe weiter zu coachen. Die Bilanz bislang könne sich durchaus sehen lassen, bei konsequenterer Spielweise hätte man vier, fünf Punkte mehr einstreichen können. Die Qualität der Mannschaft gebe in jedem Fall mehr her, Steffen Mayer will mit der Truppe noch auf den fünften Platz vorrücken. Dazu müsse der FC freilich disziplinierter werden, die Vielzahl von Gelben und Roten Karten will der Übergangstrainer nicht einfach so hinnehmen. „Wir wollen gesitteter auftreten“, sagt er. Die Spielvereinigung Battweiler/Reifenberg liegt zwar auf Platz neun, vom zweitletzten Rang ist sie aber nur zwei Zähler entfernt. Mit dem neuen Trainer Jürgen Bachert und einer umformierten Mannschaft ist die Vereinigung zögerlich in die Saison gestartet, den ersten Dreier fuhr man erst am siebten Spieltag gegen Schlusslicht Heltersberg ein. Coach Bachert sieht noch viel Arbeit vor sich, der Rest der Runde werde kein Zuckerschlecken. „Das wird spannend bis zum Schluss“, glaubt er. Wenn seine Truppe – Durchschnittsalter 21 Jahre – nach Rundenende immer noch Neunter sei, könne man hochzufrieden sein. Der SV Martinshöhe hatte in der Vorrunde zunächst mit viel Verletzungspech zu kämpfen, auch die Position des Keepers stellte Spielertrainer Kevin Leiner vor echte Herausforderungen. Zeitweilig musste ein Feldspieler in den Kasten, was die Mannschaft verunsichert habe. Schließlich stellte man einen reaktivierten AH-Torsteher ins Gehäuse, doch auch dieses Glück war nicht von Dauer. „Auch der hat sich verletzt“, so Leiner. Inzwischen stehe mit Daniel Maske wieder ein herausragender Schlussmann zur Verfügung, das sorge für Zuversicht. „Wir werden uns hinten rausarbeiten. Die Mannschaft hat wirklich Qualität, und ihr Charakter ist hervorragend.“