Zweibrücken Eine Lebenswelt für ältere Menschen

Nach einjähriger Bauzeit fällt an diesem Wochenende der Startschuss für das neue Seniorenzentrum „Haus Sarepta“ in der Fröhnstraße in Contwig. Am Sonntag wird die Einrichtung mit einem Tag der offenen Tür eröffnet. Drei Tage später ziehen dann bereits die ersten Bewohner ein.
„Nach dem feierlichen Spatenstich im März 2013 ging alles ganz schnell auf dem ehemaligen Gelände der Rosenschule“, freut sich Julia Kißling, Vorstandssekretärin bei der Pirmasenser Diakonie. Noch gut kann sie sich daran erinnern, wie zahlreiche Contwiger im August vorigen Jahres gemeinsam mit dem Diakonie-Zentrum am „Haus Sarepta“ Richtfest feierten. Und nun, nach einem Jahr Nettobauzeit, ist wirklich alles komplett. „Die Wände sind verputzt, der Innenhof und die Terrasse des Hauses begrünt, Parkplätze wurden geschaffen und der Festplatz vor der Turn- und Festhalle neu angelegt“, berichtet Kißling stolz. Das Haus bietet 78 Plätze in der vollstationären Pflege und der Kurzzeitpflege. Sie verteilen sich auf 50 Einzel- und 14 Doppelzimmer. Hinzu kommen zehn Plätze in der Tagespflege für Demenz-Patienten. Der Neubau zeichnet sich durch zentrale Lage aus – in direkter Nachbarschaft zu Mehrzweckplatz, Turnhalle und Feuerwehr. Der Standort in der Fröhnstraße befindet sich am Platz der früheren Rosenschule. Die offene Bauweise im Erdgeschoss mit öffentlicher Café-teria, Friseur und hauseigener Kapelle lädt zur Teilnahme am Leben in der Einrichtung ein. Untergliedert wurde die Grundstücksfläche in zwei Bereiche, die als Einheit miteinander harmonieren. Ein Teil nimmt das eigentliche Altenpflegeheim auf, während der andere weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Die parkähnliche Anlage bleibt multifunktional nutzbar. Das zusätzliche Angebot von zehn Plätzen in der Tagespflege soll Entlastung für Menschen schaffen, die ihre Angehörigen überwiegend zuhause pflegen und betreuen. Wie in der Tagespflege im Pirmasenser Haus Bethanien sind hier ein hauseigener Fahrdienst, Gruppenaktivitäten und tagesstrukturierende Maßnahmen sowie ein umfassendes Essensangebot gegeben. In einem eigenständigen Wohntrakt können Bewohner leben, die nicht an Demenz erkrankt sind. Sie haben die Möglichkeit, ihre Mahlzeiten in der öffentlich zugänglichen hauseigenen Caféteria mit Terrasse einzunehmen. (ghm)