Zweibrücken Ein Weltstar an der Gitarre

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Der Australier Tommy Emmanuel gehört fraglos zur international allerersten Garnitur unter den Fingerstyle-Gitarristen. Am morgigen Samstag kommt er im letzten Konzert des Festivals Euroclassic in diesem Jahr um 20 Uhr in die Zweibrücker Festhalle.

In seiner Heimat hat Tommy Emmanuel den Rang eines Volkshelden, in Europa und Amerika zählt er bei vielen Gitarristen als unerreichbares Vorbild. Seine an Chet Atkins geschulte Technik integriert klassische Fingerstyle-Spielweisen und zeitgemäß perkussives Spiel auf dem Gitarrenkorpus zu einem ganz eigenständigen Stil. Atemberaubendes Tempo und lyrische Sensibilität verbinden sich bei Tommy Emmanuel zu einer Virtuosität, wie sie selbst in der obersten Etage des Gitarristen-Pantheons selten ist. Ob Eigenkomposition oder Coverversion: Emmanuels Spiel ist immer brillant und konfrontiert den Zuhörer mit zahllosen unterschiedlichen Stilen und Stimmungen. Als einer der weltbesten Vertreter des Fingerstyle zeigt er seinen Hörern, was man alles aus einer Gitarre herausholen kann. Man höre sich auf YouTube seine Solo-Versionen von „Classical Gas“ oder die Duo-Einspielung des „Rondo a La Turka“ zusammen mit dem Manouche-Jazzer Joscho Stephan aus Mönchengladbach an, um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie sich bei Emmanuel Virtuosität und Musikalität verbinden. Manchmal klingt es, als spiele ein komplettes Orchester. Von tiefer Melancholie bis hin zu euphorischer Lebensfreude nimmt er seine Zuhörer mit, und lässt sie nicht mehr los. Ungewöhnlich für einen Fingerstyle-Gitarristen, der sonst höchstens von Kennern wahrgenommen wird, ist, dass er schon Millionen Platten verkauft hat. Grammy-Nominierungen und ein Auftritt bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Sydney dokumentieren Emmanuels Status als Weltstar an der Gitarre, bei dessen Spiel seinem Publikum schwindelig wird. Was Tommy Emmanuel beim Zweibrücker Euroclassic-Konzert spielt, entscheidet er spontan vor Ort. Das Konzert wird mindestens bis 22.10 Uhr dauern, war aus dem Zweibrücker Kulturamt zu erfahren. (tz)

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