Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Drittligist SV 64 Zweibrücken unterliegt beim VfL Günzburg

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Die Premierenfahrt im neuen Mannschaftsbus endete wenig erfolgreich: Beim VfL Günzburg unterlagen die Drittliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstag mit 27:33 (9:16). Ein Dämpfer im Kampf um den Klassenverbleib, der fast noch bitterer ausgefallen wäre.

Durch drei Treffer in den beiden Schlussminuten sicherten sich die Zweibrücker zumindest den direkten Vergleich gegen den VfL. Dass der nach dem klaren 31:22-Hinspielerfolg überhaupt ein Thema werden könnte, damit war im Vorfeld nicht zu rechnen. Aber bereits in der 55. Minute hatte Günzburg das 31:22 erzielt, führte nach 58 Minuten 33:24. SV-Trainer Stefan Bullacher nahm eine Auszeit, wies seine Mannschaft eindringlich auf den Umstand hin. Ein Treffer von Nils Wöschler und zwei Tore von Philipp Kockler bewahrten den SV davor, mit ganz leeren Händen nach Hause zu fahren.

Die spanisch-portugiesisch besetzte rechte Seite der Günzburger, die die Zweibrücker im Hinspiel gut im Griff hatte – Torwart Marko Ivankovic hatte André Alves damals mit wichtigen Paraden schon vor der Pause den Zahn gezogen – drehte diesmal richtig auf. 17 Treffer erzielten Alves, auch viermal vom Siebenmeterpunkt erfolgreich, und Sergi Sanchez zusammen. Immer wieder passte VfL-Mittelmann Nicolai Jensen auf seine Rechtsaußen. Weder Alex Dörr noch Alex Sema fanden ein Mittel gegen ihre Würfe. Weil auch Jakob Hermann (sieben Tore) aus dem Rückraum nach Belieben treffen durfte, sah es nicht gut aus für die Zweibrücker.

Rechte SV-Seite diesmal abgemeldet

Beim SV 64 blieb die rechte Angriffsseite – nach seiner Gala-Vorstellung im Hinspiel hatten der VfL Niklas Bayer eine intensivere Bewachung zukommen lassen – wenig erfolgreich. Nach 13 Minuten liefen die Gäste schon einem Fünf-Tore-Rückstand hinterher. „In der ersten Halbzeit lautete die Bilanz: neun gehaltene Bälle auf Günzburger Seite, zwei bei uns. Das macht sieben gehaltene Bälle Unterschied, und die spiegeln sich im Halbzeitergebnis wieder“, analysierte SV-Trainer Stefan Bullacher.

In der ausgeglicheneren zweiten Hälfte lautete die Paraden-Bilanz 5:5. Mitte der zweiten Halbzeit keimte sogar kurz Hoffnung auf, dass der SV die Schlussviertelstunde offen gestalten könnte. Tim Götz setzte jetzt Akzente, und Günzburg traf nicht. Alves vergab einen Siebenmeter. Ein Gegenstoß von Tom Grieser lief rüde durch Manuel Riemschneider gestoppt. Der sah die Rote Karte, Grieser verkürzte per Strafwurf auf 21:25, und eine Minute später, nach toller Vorarbeit von Götz vom Kreis auf 22:25.

Momentum in Schlussphase auf VfL-Seite

Günzburg nahm eine Auszeit. In der Folge rutschte Sema der Wurf von Alves über die Hand: 26:22. Bayer verlor den Ball, Grieser und Ihl vergaben, dazwischen unterliefen Götz und Nils Wöschler Fehlpässe. Günzburg holte sich das Momentum zurück und ging uneinholbar mit 31:22 in Führung.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Dörr, Sema (ab 21.) - Bayer, Götz (7), Kockler (3) - Hammann (3), Aris Wöschler - Grieser (6/4) – Nils Wöschler (2), Ihl, Knieps (5), Meister (1)

Spielfilm: 6:1 (13.), 13:6 (24.), 16:9 (Halbzeit), 22:13 (39.), 25:19 (45.), 25:22 (48.), 30:22 (54.), 33:27 (Ende) - Zeitstrafen: 6:6 - Rote Karten: Riemschneider (46., grobes Foul) - Grieser (58., dritte Zeitstrafe)- Siebenmeter: 5/4 - 4/4 - Zuschauer: 400 - Schiedsrichter: Czommer/Marin (HV Württemberg).

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