Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Drei „Dubbe“ bleiben am Wattweiler Berg

Luftduell bei schönem Herbstwetter: TSC-Stürmer Sebastian Meil (rechts) gegen SG-Mittelfeldspieler Waldemar Schwab.
Luftduell bei schönem Herbstwetter: TSC-Stürmer Sebastian Meil (rechts) gegen SG-Mittelfeldspieler Waldemar Schwab.

Fussballspiel der Woche: Verdienter 3:1 (2:0)- Sieg im Stadtderby für den TSC Zweibrücken gegen die Spielgemeinschaft VB Zweibrücken/SV Ixheim in der Landesliga West(Gruppe Süd). Nach bislang drei Unentschieden landet der TSC damit den ersten Dreier der Saison.

Auch für den gegnerischen Trainer Alexander Joniks ging der Sieg für den Kontrahenten vom Wattweiler Berg vollends in Ordnung. „Von meiner Mannschaft kam heute einfach zu wenig,“ kritisierte der Spielertrainer sein Team. „ Nach der Pause und besonders nach dem Anschlusstor sah es zwar kurzzeitig etwas besser aus, doch nach vorne war die Leistung nicht ausreichend, um dem Gegner noch gefährlich zu werden.“

Beim heimischen TSC Zweibrücken sahen die 270 Zuschauer von Beginn an den Willen, gegen den Stadtkonkurrenten heute den ersten Saisonsieg einzufahren. Schon in den ersten zehn Minuten gab es drei gute Chancen, um in Führung zu gehen. Cynet Eren (5.), Dennis Hirth (8) und Abwehrspieler Tobias Schön (9.) mit Kopfball nach einer Ecke vergaben die ersten Chancen. Die beste Gelegenheit, den TSC in Führung zu schießen, hatte in der 14. Minute Sebastian Meil, der den Ball aus fünf Metern nicht im Tor unterbringen konnte. „Der Ball ist mir etwas in den Rücken gespielt worden, so konnte ich ihn nicht mehr richtig kontrollieren,“ erklärte Meil nach dem Spiel seinen Fehlschuss.

Meil entscheidet die Partie

Besser machte es der Mittelstürmer des TSC später in der zweiten Halbzeit, als er mit seinem Treffer zum 3:1 (77.) für die endgültige Entscheidung im Stadtderby sorgte. Die Vorarbeit zu diesem Treffer hatte Jonathan Kauf geleistet, der mit einem energischen Dribbling sich auf der linken Seite durchkämpfte, und mit seinem Querpass Meil den 3:1- Treffer ermöglichte. Meil war über die gesamte Spielzeit, zusammen mit Dennis Hirth und Cynet Eren, einer der Aktivposten im Sturm des TSC, beschäftigte die Abwehr der SG VB Zweibrücken/Ixheim ohne Pause. Über seinen Treffer, der die endgültige Entscheidung im Spiel brachte, war Meil hinterher erleichtert: „ Ich hatte nach drei Unentschieden gar nicht mehr gewusst, wie sich ein Sieg anfühlt. Wir haben heute insgesamt auch verdient gewonnen und hätten vor der Pause schon höher als nur 2:0 führen müssen.“

Für diese Pausenführung sorgten in der Endphase der ersten Halbzeit zuerst Eren, der mit einem Flachschuss das 1:0 erzielte (40.), bevor zwei Minuten später Joshua Penth aus dem Gewühl heraus, nach einem abgewehrten Ball aus kurzer Entfernung, zur 2:0-Pausenführung traf (42.).

Nach der Pause, aus der die Spielgemeinschaft mit zwei Wechseln für mehr Druck sorgen wollte, ließ es der TSC zunächst etwas langsamer angehen, sorgte aber immer wieder für einige Nadelstiche durch Eren (56.) und Hirth (59.). Auch Sebastian Meil sorgte immer wieder für Unruhe im gegnerischen Strafraum. Nach dem Anschlusstreffer der Spielgemeinschaft in der 60. Minute, wurde die Partie hektischer. Auswechselspieler Peter Raje von der SG sah nach einem Wortgefecht mit Linienrichter und Schiedsrichter zuerst Gelb und dann die Gelb-Rote Karte (64.). „In der Fairnesstabelle sind wir aber noch weit vorne,“ nahm Raje seine Hinausstellung mit Humor.

Ein Sieg für die Psyche

Für den 2:1 Anschlusstreffer sorgte Heiko Helmchen, der, nachdem zuerst sein Trainer Joniks die Latte getroffen hatte, den Abpraller ins Tor köpfte. Joniks stellte darauf seine Taktik um, agierte nur noch mit Dreierkette. In dieser Phase geriet die TSC-Abwehr mehrmals ins Schwimmen, reagierte oft nur mit Befreiungschlägen. „Da haben wir uns nicht clever verhalten,“ kritisierte nach Spielende TSC-Spielleiter Hakan Haliloglou. „Da haben einige Spieler sicher an das verlorene Pokalspiel gedacht, als wir in Führung liegend noch verloren haben. Doch heute hat zum Glück Meil mit seinem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung zu unseren Gunsten gesorgt. Dieser erste Sieg war wichtig für die Psyche der Spieler.“

SO SPIELTEN SIE

TSC Zweibrücken: Cölsch - Penth, Heidenreich, Schön (66. Schadrin), Marcel Julier - Kauf, Schmitt, Pascal Julier (76. Morsch), Eren (88. Dick) - Hirth, Meil (90. Kaiser)

SG VB Zweibrücken/SV Ixheim: Hunsicker - Gerlinger, Joniks, David Schwartz, Baumann (24. Michel) - Brünisholz, Schwab, Fath, Semar (46. Helmchen) - Leonhardt (46. Dominic Schwarz), Genova

Tore: 1:0 Eren (40.), 2:0 Penth (42.), 2:1 Helmchen (60.), 3:1 Meil (77.) - Gelbe Karten: Marcel Julier - Joniks - Gelb-Rote Karte: Raje (64.) -Beste Spieler: Eren, Kauf - David Schwartz, Joniks - Zuschauer: 270 - Schiedsrichter: Dunsbach (Kindsbach).

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