Zweibrücken Die Wochenend-Kolumne: Ich bin der Meinung,

Am Samstagmorgen fiel sie aus. Erst am Montagmittag leistete sie wieder ihren Dienst: die Ampel-Anlage an der Kreuzung Saarland-, Molitor- und Landauer Straße. Und wie schon einmal fand sich auch dieses Mal kein Polizist, der sich auf die Kreuzung gestellt hätte, um den Verkehr zu regeln. So kam es, wie es kommen musste: zu haarsträubenden Situationen auf der Kreuzung – und das bis weit in den Montag. Denn bei dieser Kreuzung handelt es sich nicht um irgendeine popelige und abseitige, sondern um die wahrscheinlich verkehrsreichste in Zweibrücken. Zumindest derzeit. Denn da momentan gleich drei Autobahnauf- und -ausfahrten gesperrt sind und der Verkehr zur Ausfahrt Flughafen/Contwig/Steinhauser Straße geleitet wird, rollt ein Großteil der Autos von und zur Autobahn über die Steinhauser Straße und damit genau über diese Kreuzung. Wegen der Bauarbeiten in der Hofenfelsstraße fahren zudem viele Autofahrer von der Sickinger Höhe stadteinwärts oder stadtauswärts nicht durch die Hofenfelsstraße, sondern über die Landauer Straße, also auch über diese Kreuzung. Hinzu kam, dass am Wochenende im Rosengarten der beliebte Gartenmarkt Besucher anzog. Die meisten von ihnen reisten über welche Kreuzung an? Genau. Und dann war da noch der Tag der offenen Tür der Bundeswehr. Viele, die nach Auerbach strebten, fuhren natürlich auch über diese Kreuzung. Und wer seinen Wagen an der Festhalle parkte, um mit dem Pendelbus zur Kaserne zu gelangen, musste meistens auch drüber. Am stärksten war der Verkehrsdruck indes von der Steinhauser Straße herunter. Wenn die Autofahrer, die die Landauer Straße befuhren, auf ihrer Vorfahrt bestanden hätten, dann hätte der Rückstau wohl bis auf die Autobahn gereicht. Die Polizei, die keine hundert Meter von der Kreuzung residiert, sah indes wieder mal keinen Grund, den Verkehr zu regeln. Es gebe da ja Schilder, so das Argument. Außerdem sei der Verkehr nicht zusammengebrochen. Ähnlich argumentieren die Stadtwerke. Nun ja. Das wirkt beamtisch und bürokratisch. Man hätte sich schon gewünscht, dass die Polizei den Schreibkram mal Schreibkram sein lässt und einen Polizisten auf die Kreuzung stellt, damit sich das Chaos lichtet. Es gab in den vergangenen Wochen und Monaten so viele Verkehrskontrollen im Stadtgebiet. Wenn dafür Zeit und Personal vorhanden war, dann sollte es erst recht vorhanden sein, wenn es auf einer Kreuzung mal brennt. Der Filmpolizist und Komiker Louis de Funès jedenfalls hätte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und das Chaos auf der Kreuzung mit ein paar scharfen Pfiffen aufgelöst.