Rheinpfalz-Sommerredaktion Die Feuerwehr bekommt ein Auto für Waldbrände
Nur noch neun Tage trennen Stadtfeuerwehrinspekteur Frank Theisinger vom Urlaub am Ionischen Meer in Griechenland, als er sich zur Sommerredaktion setzt. Eine Woche lang geht es nach Kephalonia, eine rund 30 Kilometer breite Insel mit Kalksteinfelsen und weißen Stränden. Dort treffen er und seine Frau Eveline seine Schwester und seinen Schwager, die einen ganzen Monat dort entspannen können. „Mir reicht eine Woche, es wird mir definitiv nicht langweilig“, sagt der Feuerwehrchef, der zusammen mit seinem Bruder Peter die Sanitärfirma Theisinger in Niederauerbach führt.
Erst vergangenes Wochenende war er zusammen mit Frau und Freunden in der Vorderpfalz, Wandern und Wein genießen, beim Blick in die Rheinebene grillen und bei einer Planwagenfahrt vom stressigen Arbeitsalltag entspannen. Der 54-Jährige gönnt sich nach eigenen Angaben einige freie Tage im Jahr, wobei dreiwöchige Urlaube eher nicht drin sind. Dafür lieber viele kurze und kleine Entspannungsmöglichkeiten, die er bei Kurztrips findet.
Bei der Feuerwehr in Zweibrücken läuft es laut Theisinger richtig gut. 14 der geplanten Hauptamtlichen-Stellen sind bereits besetzt, was unter anderem kürzere Reaktionszeiten bei Alarm bedeutet. Doch werde die Arbeit immer mehr. Aktuell stelle sich die Feuerwehrmannschaft dem Klimawandel. Dazu baut die Freiwillige Feuerwehr Zweibrücken beispielsweise einen alten Unimog zum geländegängigen Waldbrand-Löschfahrzeug um. Auch ein kleineres Fahrzeug ist für diesen speziellen Zweck vorgesehen, und auch das neue, auf ein Jahr geliehene Quad ist Teil der Antwort der Feuerwehr auf neue Herausforderungen.
„Wir müssen neue Prioritäten setzen“, stellt Frank Theisinger nüchtern fest. Dazu gehört auch die engere Zusammenarbeit zwischen der Stadtfeuerwehr mit denen von Landkreis, Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land und auch der Stadt Pirmasens. Dazu erarbeiten er und Feuerwehrkollegen gerade Konzepte. Beim Waldbrand auf dem Maimont bei Ludwigswinkel vor wenigen Tagen beispielsweise halfen Zweibrücker Feuerwehrleute. Doch nicht nur Feuer, sondern auch Wasser beschäftigt ihn nicht nur hauptberuflich, sondern auch im Ehrenamt als Feuerwehrinspekteur. Die Flutkatastrophe vom Ahrtal wirke sowohl planerisch, als auch ausrüstungstechnisch bei vielen Feuerwehren der Region nach.
Ein großes Lob hat Frank Theisinger für den Zweibrücker Stadtrat übrig, der die neuen Notwendigkeiten erkenne und die Sicherheit der Bürger hoch ansiedele, indem er der Feuerwehr wichtige Anschaffungen ermögliche.