Tischtennis
Der Traum vom Aufstieg in die 2. Liga lebt für die Zweibrückerin Isabelle Schütt
Mit 22 Jahren hofft die gebürtige Zweibrückerin Isabelle Schütt auf den Sprung in die 2. Tischtennis-Bundesliga. In Weinheim hat die Angriffsspielerin inzwischen ihre sportliche Heimat gefunden. Die frühere Akteurin der BTTF Zweibrücken ist noch immer motiviert, gegen die Profis zu spielen, und sieht sich wieder einen Schritt weiter.
Auf dem zweiten Platz liegt der TTC Weinheim II in der 3. Bundesliga Süd, in der Hinrunde war es noch der vierte Rang. Nun rückt Isabelle Schütt mit ihrem Team dem SSV Schönmünzach auf die Pelle, der die Tabelle anführt. In der Rückserie ist die zweite Garde des TTC Weinheim sogar die beste Mannschaft der Liga, hat erst ein Spiel verloren. Mit elf Einsätzen hat Schütt die meisten Partien absolviert. Eine Bilanz von 10:5 Siegen steht in der dritthöchsten deutschen Liga für sie zu Buche. Dreimal gewann sie sogar eine Partie im Spitzenpaarkreuz. Für die dritte Mannschaft der Weinheimerinnen kam Schütt zudem einige Male in der Regionalliga zum Einsatz. „Ich bleibe auch in der nächsten Saison in Weinheim. Die Saison lief ganz gut bei mir“, meint Schütt.
Anfänge bei den BTTF Zweibrücken
Bei den BTTF Zweibrücken machte Schütt ihre Tischtennis-Anfänge, wechselte noch als Schülerin zum TTC Nünschweiler und wurde dort von Peter Becker trainiert. Es folgte der Wechsel ins Saarland zur DJK Heusweiler, später dann zum renommierten 1. FC Saarbrücken-TT, der bei den Herren bereits die Champions League gewann, bei den Damen jedoch nur in der Regionalliga Südwest eine Mannschaft hatte. Zur Saison 2023/24 heuerte Schütt beim TTC Weinheim an. Positives habe Schütt aus jedem Verein mitnehmen können, versicherte sie bereits in der Vergangenheit. In Weinheim jedoch sei sie nun angekommen. Der Aufstellung nach spielt sie in der Regionalliga Südwest, kommt jedoch häufig in der 3. Bundesliga Süd zum Einsatz.
„Ich habe vergangene Woche auch gegen Chemnitz zwei super Spiele vorne gewonnen“, freut sich Schütt über ihre Leistungen der jüngsten Vergangenheit. Bei der 4:6-Heimniederlage gewann sie als einzige Akteurin ihres Teams zwei Partien, konnte die Heimpleite jedoch nicht verhindern. „Wir wollen aufsteigen, wenn es geht. Wir sind ambitioniert und wollen den Aufstieg. Ich persönlich auch . Ich will 2. Bundesliga spielen, das war schon länger mein Ziel. Darauf habe ich hingearbeitet“, erzählt Schütt. Dafür jedoch müsste Tabellenführer Schönmünzach beide abschließenden Saisonpartien verlieren – und Weinheim beide gewinnen. „Wenn wir es diese Saison nicht schaffen, dann gerne auch nächste Saison. Es ist noch alles möglich, wir haben noch zwei Spiele“, erläutert Schütt.
Unter der Woche in Saarbrücken
„Ich trainiere immer noch in Saarbrücken in der Profigruppe mit“, sagt Schütt, die Grundschullehramt studiert. In der saarländischen Landeshauptstadt sind eine Vielzahl von Profi-Akteuren unter der Woche beheimatet und trainieren am dortigen Olympiastützpunkt. „Für mich passt das alles super. Ich wohne direkt an der Sportschule, das ist direkt neben der Uni. Für mich ist das logistisch klasse“, ergänzt die Zweibrückerin. „Ich will weiterkommen in dem Sport. Dafür trainiere ich auch viel. Der nächste Schritt ist immer ein schöner“, sagt Schütt auch, die ihren Sport wie eh und je ambitioniert betreibt.
Zufrieden ist Schütt aber nicht nur mit dem Sportlichen in Weinheim. „Mit der Mannschaft macht es superviel Spaß, wir verstehen uns richtig gut“, erzählt die 22-Jährige. Mit Daria Trigolos, Bao Chau Elisa Nguyen und Enisa Sadikovic, die auch schon beim 1. FC Saarbrücken-TT spielte, ist Schütt zumeist unterwegs. Was ihr noch fehlt, ist ein Einsatz in der Bundesliga, denn auch dort hat der TTC Weinheim ein Team. Ihre Mitspielerinnen aus der Zweiten kamen dort bereits zum Einsatz.
Hoffen auf Bundesliga-Einsatz
Schütt wartet jedoch noch auf ihre Bundesliga-Premiere. Die wäre dann wieder verbunden mit dem Satz, den Schütt als Jugendliche einst mal formulierte: „Ich will mal Profi werden.“ Dass ein Profi-Dasein für Schütt grundsätzlich schwierig, ja fast unmöglich wird, ist klar. Aber immerhin: Ein Einsatz im Weinheimer Bundesligateam, liegt durchaus im Bereich des Möglichen.