Zweibrücken Besseres Blatt hält Illtal

Placeholder-Image

«ZWEIBRÜCKEN.» Auf dem Papier ist es ein Top-Spiel, dessen Ausgang offen ist. In der Realität sind die Karten aber klar verteilt, wenn die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken am Sonntag (18 Uhr, Hellberghalle Eppelborn) bei den Handballfreunden (HF) Illtal antreten. Das Favoritenblatt halten klar die Illtaler „Zebras“ in den Händen.

Deshalb schauen die Zweibrücker dem stets emotionsgeladenen Spiel in Illtal gelassen entgegen. „Wir haben dort nichts zu verlieren“, sagt SV-Trainer Stefan Bullacher. Er hat sich unter der Woche zwar mit dem Illtaler Team beschäftigt. „Viel wichtiger war bei uns aber die Frage nach unserem Team und die Frage, wer spielen kann“, erläutert Bullacher. Kapitän Tom Grieser ist bekanntlich länger außer Gefecht, bei Rückraumspieler Christopher Huber stehen viele Fragezeichen hinter einem Einsatz. Das gilt auch für den kranken Till Wöschler, der nicht trainieren konnte. Und auch Benny Zellmer dachte in dieser Woche krankheitsbedingt an vieles, nur nicht an Handball. „Wir müssen mal abwarten, wer von den dreien fit ist und auflaufen kann“, sagt Bullacher. Frühzeitig wurde daher entschieden, dass Philipp Meiser und Sebastian Meister nach dem Bundesliga-Spiel der A-Jugend in Zweibrücken direkt nach Eppelborn fahren sollen. Ob weitere A-Junioren spielen, „wird kurzfristig davon abhängen, wie sich das auf der Personalseite entwickelt“, so Bullacher. Die Illtaler „Zebras“ waren vor der Saison gemeinsam mit den Sportfreunden Budenheim als erster Verfolger des Top-Meisterschaftsfavoriten Hochdorf gehandelt worden. „Gewinnen sie gegen uns, sind sie das auch“, sagt Bullacher. Denn dann würde der aktuelle Vierte Illtal am Tabellendritten Zweibrücken vorbeiziehen. Dass sie nicht vom Saisonstart weg in der Spitzengruppe vertreten waren, lag daran, dass die lltaler zu Beginn etwas schwächelten. „Das gibt es immer mal wieder, das trifft jede Mannschaft. So etwas darf man nicht überbewerten. Illtal hat eine richtig gute Mannschaft“, sagt Bullacher und lobt: „Sie spielen den wahrscheinlich schnellsten Handball in der Liga.“ Daran sind auch einige Ex-SV-Spieler beteiligt, mit denen es ein Wiedersehen geben wird. Besonders freuen sich die Zweibrücker auf Tobias Alt. Der Rechtsaußen hatte vergangene Saison in Zweibrücken überragend gespielt, sich sportlich herausragend verabschiedet. Tom Ihl, der von den Zweibrücker A-Junioren nach Illtal wechselte, hat sich in den vergangenen Spielen etwas in den Vordergrund geworfen. Und am Kreis spielt in Illtal mit Patrick Bach, wenn er nicht verletzt ist, gleichfalls ein Bekannter aus gemeinsamen Zweibrücker Tagen. „Illtal ist ein Spitzenteam“, urteilt Bullacher. Der Rückraum um Niklas Kiefer (80 Tore) und Marcel Becker (74) ist stark, dazu stehen die Illtaler defensiv gut, haben ein gutes Torhütergespann. Nicht zu vergessen die lautstarken, zahlreichen „Zebra“-Fans in der Eppelborner Hellberghalle. „Aber in stimmungsvollen Hallen Handball zu spielen, macht einfach Spaß“, kann Bullacher der zu erwartenden Atmosphäre viel abgewinnen.

x