Sportsfreunde
Benny Frühs Traumjob auf dem Fröhnerhof
Benny Früh lernte das Fußballspielen bei der TSG Trippstadt und wechselte in der C-Jugend zum TuS 04 Hohenecken. Der damalige Trainer Matthias Hamann entdeckte sein Talent und aktivierte ihn bereits im A-Jugend-Alter für den Verbandsliga-Kader. Der junge Fußballer bestätigte Hamanns Vertrauen und war maßgeblich am Oberliga-Aufstieg und damit am größten Vereinserfolg des TuS Hohenecken beteiligt. Mit seinem Wechsel zum SVN Zweibrücken folgte die sportlich erfolgreichste Zeit in der fußballerischen Karriere des Benny Früh. Er schaffte auch mit dem SVN den Oberliga-Aufstieg, gewann zweimal den Verbandspokal.
Zweimal mit dem SVN im DFB-Pokal
Unvergessen sind seine zweimaligen Einsätze im DFB-Pokal: 2008 gegen den 1. FC Köln unter Trainer Christoph Daum (1:5) und 2011 gegen den 1. FSV Mainz 05 unter Tomas Tuchel (1:2 nach Verlängerung), vor allem, als sein Team erst in der Verlängerung sehr unglücklich gegen Mainz 05 verlor. Nach weiteren Stationen beim SV Morlautern und Borussia Neunkirchen reizte es Früh, beim VfB Reichenbach als Spielertrainer eine neue Herausforderung zu suchen und für ein Team Verantwortung zu übernehmen. Früh hat sich in Reichenbach als ambitionierter junger Spielertrainer bewiesen und den Verein mit seinem Co-Trainer Thomas Löber kontinuierlich sportlich weiterentwickelt, in die Landesliga geführt und dort auch etabliert.
„Ich bin Reichenbach dankbar, dass mir der Verein als junger Spieler den Schritt ins Trainergeschäft ermöglicht und mir das Vertrauen geschenkt hat. Das war für mich die beste Option zum Einstieg, die man sich vorstellen kann, mit überragenden Rahmenbedingungen für diese Spielklasse und einer überragenden Vorstandschaft, die voll hinter mir stand“, sieht Früh in dieser Station immer noch einen wichtigen Meilenstein in seiner Karriere.
Von Knopp zum FCK
Nach sechs Jahren wechselte er schließlich wieder in die Westpfalz zu Bezirksligist SG Knopp/Wiesbach, wo Corona aber zunächst verhinderte, dass er auch dort ein erfolgreiches Konzept umsetzen konnte. Der junge Trainer arbeitete weiter an seiner Karriere und erwarb im September 2020 die A-Lizenz, die ihm weitere neue Perspektiven eröffnete.
Dem 1. FC Kaiserslautern blieben seine Erfolge und sein Weg nicht verborgen: Er sicherte sich die Dienste von Benny Früh als Co-Trainer seiner U21. „Es war mein Ziel, mit dem Erwerb der A-Lizenz Verbandsliga-Trainer zu werden und irgendwann Richtung Oberliga oder Regionalliga zu gehen. Ich hatte nie damit gerechnet, dass es dann so schnell geht. Ich hatte im ersten Gespräch mit dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Uwe Scherr sofort gemerkt, dass wir voll auf einer Wellenlänge liegen und dass sowohl die Philosophie als auch das Zwischenmenschliche passen. Deshalb gab es für mich keine Option, nein zu sagen, obwohl ich die Runde noch mit Knopp geplant hatte“, schildert Früh seinen Einstieg beim FCK.
Früh kommt bei den U21-Jungs des FCK gut an
Oliver Schäfer war es, der den Namen Benny Früh ins Gespräch brachte. Als Schäfer beim 1. FC Kaiserslautern in Doppelfunktion für die U21 und als Assistent der Drittliga-Mannschaft tätig war, suchte er jemanden, der ihn entlasten kann.
„Da wir in unserer Zweiten Mannschaft zukünftig auch wieder viele Spieler aus der Region in unseren Reihen haben wollen, wollten wir auch einen Trainer im System, der aus der Region kommt. Früh ist jung und lernfähig und hat sich einen guten Ruf als junger Trainer erworben, und deshalb habe ich den Vorschlag von Oliver Schäfer umgesetzt. Bisher hat Benny einen sehr guten Eindruck gemacht, und er kommt bei den Jungs gut an“, begründet Uwe Scherr, der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, die Entscheidung für Früh.
Plötzlich mehr Verantwortung
Als Oliver Schäfer im Laufe der Saison voll zu den Profis wechselte und mit Peter Tretter ein neuer Cheftrainer kam, wurde Früh schnell ins kalte Wasser geworfen. Er musste zwischenzeitlich wesentlich umfangreichere Verantwortung für die U21 übernehmen, als ursprünglich geplant war. Doch er sah das nicht als Belastung, sondern eher als willkommene Herausforderung, an der er wachsen konnte. „Ich hatte direkt ein gutes Trainer-Duo mit Oliver Schäfer gebildet. Plötzlich war ich vorübergehend durch seine Doppelbelastung und den Wechsel nach oben in hoher eigener Verantwortung, bis Peter Tretter kam. Uwe Scherr hat mich da sehr gut unterstützt. Ich habe mir das aber jederzeit zu 100 Prozent zugetraut und fand es toll, dass auch Schäfer und Scherr mir die Aufgaben als Neuling zugetraut haben“, schildert Früh die Situation.
Ein Wiedersehen mit Tretter
Mit Peter Tretter folgte ein Trainer, der Benny Früh schon kannte und ihn auch sehr schätzt. „Benny habe ich bei seiner Hospitation in Pirmasens kennengelernt, und ich kenne ihn noch als Spieler. Deshalb war ich froh, als ich mein Amt angetreten habe, auf ihn als Co-Trainer zu treffen. Wir ergänzen uns sehr gut. Ich bringe die Erfahrung mit, er die neuesten Techniken aus dem Trainerwesen auf bestem Niveau“, kommentiert U21-Trainer Peter Tretter die Zusammenarbeit.
Beide wollen das Team durch ihre Methoden auf ein gutes Fitnesslevel bringen und durch optimales taktisches Training auf hohem Niveau in der Oberliga weiterentwickeln. So sollen weitere Talente an den Profikader herangeführt werden.
Früh ist von den Rahmenbedingungen und von seinem Leiter Uwe Scherr ebenso begeistert wie von der Zusammenarbeit mit Tretter. „Scherr unterstützt und entlastet die Trainer in allen Bereichen. Trotzdem gewährt er uns Trainern bei der Umsetzung auch alle dafür notwendigen Freiheiten. Es macht Spaß, hier zu arbeiten“, genießt Früh seine neue Aufgabe.