Handball
Bei Niederlage in Neuhausen: SV Zweibrücken droht vorzeitiger Abstieg
„Entsprechend motiviert werden sie sein“, prognostiziert SV-Trainer Stefan Bullacher. Für die Zweibrücker gilt es, den Frust vom Coburg-Spiel beiseite zu legen und wie im Hinspiel, das Zweibrücken 33:30 gewann, Vollgas zu geben. Nach diesem Erfolg, die Zweibrücker waren die erste Mannschaft, die Neuhausen in dieser Klassenverbleibrunde schlagen konnte, herrschte Optimismus. Die Niederlage bei Coburg II, die Resultat einer schwachen Zweibrücker Leistung war, war ein Dämpfer. Denn die Zweibrücker haben es nun nicht mehr in eigener Hand, in der Liga zu bleiben.
„Ob wir noch ein Endspiel haben, das hängt auch vom Spiel von Friesenheim/Hochdorf in Groß-Bieberau ab“, sagte Bullacher mit Blick auf die Partie vom gestrigen Freitagabend. Die Ausgangslage zuvor: Gewinnt Hochdorf in Groß-Bieberau und Zweibrücken verliert in Neuhausen, ist der Abstieg der Zweibrücker am Samstagabend aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs gegen Hochdorf bereits besiegelt. Das wollen die Zweibrücker unbedingt vermeiden. Dazu bedarf es aber einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel in Coburg.
Tempo-Handball vor roter Wand
Dort fehlte in der Abwehr der letzte Biss, kam Coburg oft zu leichten Toren. Wirklich schlecht war aber die Zweibrücker Angriffsleistung. Etliche freie Bälle brachten sie nicht im Coburger Gehäuse unter, was Coburg – das ansonsten eher behäbig spielte – Chancen auf leichte Kontertore ermöglichte, die auch genutzt wurden. „Wir müssen in Neuhausen ganz anders auftreten, wenn wir eine Chance haben wollen“, unterstreicht Bullacher.
Die Neuhauser setzen auf Tempo-Handball, spielen in eigener Halle vor der roten Wand, ihren rot gekleideten Fans, die die Mannschaft nach vorne treiben. Das Pendant zur weißen Zweibrücker Fan-Wand, die in Neuhausen wohl in der Unterzahl sein wird. Allerdings fährt ein Fan-Bus des SV zum Spiel.
Wöschlers an Bord
Dass Neuhausen nie aufgibt, zeigte sich bereits im Hinspiel, als zwischenzeitlich ein Sechs-Tore-Rückstand aufgeholt wurde, ehe der SV die Partie wieder zu seinen Gunsten drehte. In dieser Phase zollten die Zweibrücker, die mit dezimiertem Kader angetreten waren, etwas dem Kräfteverschleiß Tribut. Sie berappelten sich aber wieder und siegten hochverdient.
Möglicherweise liegt den Zweibrückern die schnelle Neuhauser Spielweise besser als das behäbigere Spiel der Coburger. Die Neuhauser, die keines der bisherigen drei Duelle gegen die Zweibrücker gewinnen konnten, haben auch daher Respekt vor dem SV, der in Neuhausen mit Nils und Aris Wöschler planen kann. Beide hatten im Hinspiel noch passen müssen.