Zweibrücken Abseits:

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Das war eine wirklich lange, lange Wartezeit: Nach exakt 364 Tagen hat die erste Mannschaft des SVN Zweibrücken mal wieder ein Fußballspiel gewonnen. Am Freitagabend war es beim 1:0-Sieg bei Arminia Ludwigshafen soweit. Der letzte Dreier, den die SVN-Kicker eingefahren hatten, lag fast auf den Tag genau ein Jahr zurück. In der Regionalliga-Saison 2014/15 fuhr die Mannschaft im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Guido Hoffmann (nach der Demission von Adis Herceg, wenn Sie sich noch erinnern können) einen 2:0-Erfolg bei Astoria Walldorf ein. Am 1. November 2014, die Tore schossen Jannik Sommer (38. Spielminute) und Toni Reljic (89.). Zwischen damals und heute lagen 18 Regionalliga-Spiele (unter anderem die komplette Rückrunde nach dem personellen Cut um Weihnachten). Und nach dem Abstieg weitere 14 Oberliga-Spiele unter einigen Trainern, in denen der SVN nicht mehr gewinnen konnte. 32 Spiele, 2880 Minuten ohne Sieg. Wie groß muss da die Erleichterung und die Freude des SVN-Teams da am Freitag gewesen sein, als der fünfte Saisontreffer des Klubs (bei 52 Gegentreffern) durch Valdrin Dakaj endlich zum Sieg führte. Es sei der Truppe von Trainer Raphaél Laghnej, die sich Woche für Woche aufrappelt und den Kopf nicht in den Sand steckt, gegönnt. Ein B-Junioren-Spiel aus einer westfälischen Kreisliga sorgte am Wochenende für verwunderte Blicke auf der Internetseite www.fußball.de. Der TuS Viktoria Rietberg hat gegen den SC Blankenhagen mit 50:0 (22:0) gewonnen. Die unterlegene Mannschaft hat der Statistik zufolge in bislang fünf Saisonspielen 179 Gegentreffer kassiert, die Truppe hat offensichtlich den olympischen Gedanken total verinnerlicht. In der Region Zweibrücken/Pirmasens waren spektakuläre Resultate an diesem Spieltag Mangelware. Wenn man auf Kuriositäten aus ist, kann man zumindest auf die Vereine VfL Wallhalben und TuS Wattweiler schauen. In der C-Klasse West stand die Partie Wallhalben II gegen Wattweiler I auf dem Plan, als Vorspiel der C-Klasse-Mitte-Begegnung zwischen Wallhalben I und Wattweiler II. Beide Partien gingen mit jeweils 8:0 an die favorisierten ersten Garnituren. Der Erfolg von Wattweiler I bedeutet die weitere Festigung der Spitzenposition in der C-Klasse West. Der Vorsprung auf den hartnäckigsten Verfolger FC Hengsberg beträgt vier Punkte. Für den VfL Wallhalben I brachte der Kantersieg die Herbstmeisterschaft in der C-Klasse Mitte mit sich, was VfL-Spielleiter Dirk Stiwitz so kommentiert: „Schön, dass es so ist. Aber wir werden uns keinen Druck machen, sondern locker weiterspielen.“ Dass beide Spiele mit 8:0 ausgingen, sei lustig, Dirk Stiwitz kann die Kuriosität noch steigern. „Wattweiler hatte für beide Spiele nur einen Torhüter, wir genauso.“ Jeder Keeper habe also eigentlich 8:8 gespielt. An dieser Stelle war in den letzten Monaten bereits mehrfach von den Verletzungssorgen der Spielgemeinschaft Hornbach/Rimschweiler die Rede. Das bisher unbefriedigende Abschneiden des eigentlichen Mitfavoriten in der B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West wurde von den Verantwortlichen hauptsächlich mit der Personalsituation begründet, Spielleiter Wolfgang Wendel kann in dem Punkt noch keine Entwarnung geben. „Nach wie vor fehlen eine ganze Reihe Stammspieler“, sagt er. Am Wochenende habe man zudem ein Torwartproblem gehabt: Daniel Danner, der etatmäßige Keeper der zweiten Mannschaft, stand bei der ersten Garnitur im Kasten, in der zweiten Mannschaft habe sich Abwehrspieler Nicolai Bastian, seines Zeichens auch Vorsitzender des DCU-Regionalverbandes im Kegeln, die Handschuhe übergestreift. Trotz anhaltender Schwierigkeiten fiel der Spieltag positiv aus. Die B-Klassen-Truppe gewann nach 0:1-Rückstand noch mit 2:1 gegen den SV Ixheim II. Wolfgang Wendel meint: „Der Sieg war ganz wichtig für die Moral.“ Und der zweiten SG-Mannschaft gelang ein echtes Kunststück. Gegen den TSC Zweibrücken II lag der C-Klassist zur Halbzeit bereits mit 0:3 hinten, alles lief auf einen Gästesieg hinaus. „Da hat kein Mensch mehr dran geglaubt, dass da noch was geht“, meint Wendel. In der zweiten Halbzeit sei aber ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, den abschließenden Punkt habe sie sich redlich verdient. Alles in allem könne man bei der SG also feststellen, dass permanentes personelles Improvisieren nicht zwangsläufig Misserfolge bedeutet. Spielleiter Wendel hofft, dass sich die Devise „Nicht den Kopf hängen lassen, sondern kämpfen“ auch am kommenden Wochenende auszahlt. Dann spielt die erste Mannschaft beim FC Oberauerbach, die zweite Garnitur tritt am Contwiger Bahnhof an. Lichte Momente trotz Nebelwetter wünschen

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