Zweibrücken Abseits:

Am Rande des Bezirksliga-Derbys zwischen den VB Zweibrücken und dem TSC Zweibrücken am vergangenen Samstag, das die Gastgeber mit 2:1 gewannen, wurden von Seiten der Zuschauer alle möglichen Szenarien diskutiert, wie sich die Bezirksliga aus regionaler Sicht in der kommenden Runde zusammensetzen könnte. Eine der besprochenen Möglichkeiten: Der TSC Zweibrücken bekommt das Nervenflattern und packt den Aufstieg in die Landesliga doch nicht. Dafür steigt der SV Ixheim als A-Klasse-Meister auf und der SV Großsteinhausen folgt als Tabellenzweiter. Mit dem TSC, den VB Zweibrücken, der SG Rieschweiler II, dem SV Ixheim und dem SV Großsteinhausen würde sich dann eine Bezirksliga-Landschaft mit einigen Lokalderbys präsentieren. Zuschauerherz, was könntest du mehr wollen? Am Wochenende hat der SV Großsteinhausen durch den 5:2-Erfolg gegen die SG Waldfischbach, bei gleichzeitiger Nullnummer des bisherigen Spitzenreiters SV Ixheim in Contwig, nun sogar die Tabellenführung übernommen. Großsteinhausen liegt in der Tabelle nun zwei Punkte vor dem SVI – wobei Ixheim ein Spiel weniger ausgetragen hat. Für Großsteinhausen ist es das zweite Mal in der laufenden Saison, dass der vielzitierte Platz an der Sonne erobert werden konnte. Am elften Spieltag war dies schon einmal der Fall gewesen. Spielertrainer Andreas Langner sagt begreiflicherweise: „Diesen Platz wollen wir bis zum Ende behalten.“ Bis die Saison am 23. Mai mit einem Heimspiel gegen den FC Knopp zu Ende geht, wartet jedoch noch jede Menge Arbeit auf die Großsteinhausener. Langner hat am Wochenende gegen Waldfischbach zum Beispiel ein verbesserungswürdiges Defensivverhalten seiner Elf ausgemacht: „Dass wir zwei Gegentreffer kassiert haben, hat mich geärgert.“ In der B-Klasse Pirmasens-Zweibrücken West ist ein Vierkampf um die Aufstiegsplätze zu beobachten. Hinter dem Spitzenreiter SC Weselberg haben sich der SV Bottenbach, die SG Hornbach-Rimschweiler und der PSV Pirmasens positioniert. Die Spielgemeinschaft Hornbach-Rimschweiler steht auf dem dritten Tabellenplatz, das 5:1 gegen den FC Höheischweiler am Sonntag war der 17. Sieg im 22. Spiel. In dieser Saison läuft vieles rund bei der SG, schlechter als Platz vier war der Verein bislang noch nicht platziert. Für Spielleiter Wolfgang Wendel ist die Situation aussichtsreich: „Weselberg ist meiner Meinung nach durch, für uns ist der zweite Platz noch drin.“ Das große Ziel Aufstiegsrelegation sei also in Reichweite. Das Programm der nächsten Wochen hat zwei echte Knaller-Begegnungen zu bieten. Am 19. April spielt Hornbach-Rimschweiler zu Hause gegen den SV Bottenbach, am 3. Mai kommt es zum Topspiel gegen den SV Weselberg. Dazu gesellen sich leichtere Auswärtsaufgaben gegen Battweiler-Reifenberg II und Höheinöd. Acht Minuten Nachspielzeit und drei Feldverweise – die B-Klasse-Partie zwischen dem SV Wiesbach und dem SSV Höheinöd dürfte den Akteuren länger in Erinnerung bleiben. Nach dem 1:0-Erfolg ließ Wiesbachs Spielertrainer Oliver Schneider kaum ein gutes Haar an der Schiedsrichterleistung. Der Unparteiische habe das eigentlich faire Spiel durch strittige Entscheidungen hochkochen lassen. „Das sah der Gegner übrigens genauso“, sagt Schneider. Zwei seiner Spieler wurden vorzeitig in die Kabine geschickt. Der erste schon nach sieben Spielminuten. Der zweite Spieler dann in der 70. Minute. Trotz der Unterzahlsituation habe sein Team aber prima Fußball gespielt, gegen die Höheinöder nichts zugelassen. „Das war klasse“, lobt der Coach seine Jungs, die sich mit dem Sieg auf einen Punktestand von 27 gebracht haben. „Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen“, fordert Schneider. Rein rechnerisch könne sein Team noch in Abstiegsnöte geraten, auch wenn das 1:0 gegen den SSV ein Riesenschritt zum Klassenerhalt gewesen sei. Eine Woche voller unstrittiger Entscheidungen wünscht .