Speyer Ziel: Mehr Öl aus Boden holen

Trotz Ölpreis-Verfalls oder irgendwann fälligem Ende der Vorräte: Die Ölförderung in Speyer soll weitergehen. Das in der Stadt bereits an zwei Bohrplätzen tätige Konsortium aus Engie E&P Deutschland GmbH und Palatina GeoCon GmbH & Co. KG leitet ein Planfeststellungsverfahren ein. Ziel ist die Erhöhung der bisherigen täglichen zugelassenen Fördermenge auf über 500 Tonnen pro Tag.
Der erste Schritt im Genehmigungsverfahren ist dazu jetzt notwendig. Am Mittwoch, 6. Juli, findet der vom verfahrensführenden Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (LGB), oder kurz „Bergamt“, anberaumte Abstimmungstermin, das sogenannte „Scoping“, statt. Dazu lädt das Bergamt Fachbehörden, Träger öffentlicher Belange sowie anerkannte Umwelt- und Naturschutzverbände ein. Erörtert werden bei diesem Treffen Umfang und Gegenstand der Umweltverträglichkeitsprüfung. Das Konsortium hatte bereits Mitte Oktober 2015 deutlich gemacht, dass es trotz veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen an den Plänen zur Erschließung des Erdölfeldes Römerberg-Speyer und der Ausweitung der Produktion festhält (wir berichteten). Diese Zielsetzung bleibe unverändert bestehen. Dafür wird das Konsortium in den nächsten Jahren weiter in Bohrungen und die Optimierung der Betriebsplätze investieren, teilte es gestern mit. Unter anderem hat das Konsortium inzwischen Anträge beim Bergamt für Probebohrungen auf einem 15 Hektar großen Feld zwischen Schwegenheim und Harthausen gestellt. Unmittelbar im Anschluss an den Scopingtermin wird die Öffentlichkeit in der „frühen Öffentlichkeitsbeteiligung“ informiert. |ell/snr