Speyer Viel Platz für Ersatzteile

Haaf an neuem Standort: An den Rampen können die Lkw-Fahrer die Ware abliefern. Mehr als 35 davon hat die Spedition in Schiffers
Haaf an neuem Standort: An den Rampen können die Lkw-Fahrer die Ware abliefern. Mehr als 35 davon hat die Spedition in Schifferstadt.

«Schifferstadt/Römerberg.»Für die Haaf Unternehmensgruppe ist Schifferstadt mit einer Fläche von mehr als 35.000 Quadratmetern das bislang größte Logistikzentrum. Das sagt Julian Kümmerle, Vertriebsleiter bei Haaf. Das neu gebaute Center in der Rudolf-Diesel-Straße teilt sich die Römerberger Firma noch mit der A+P Logistic GmbH, welche die Warenlieferung für die Baumarkt-Kette Bauhaus koordiniert (wir berichteten). Dieses Unternehmen verwendet dabei allerdings den wesentlichen kleineren Teil der insgesamt rund 47.000 Quadratmeter großen Hallenfläche. Das im Jahr 1949 im heutigen Römerberg gegründete Unternehmen Haaf ist deutschlandweit an sieben Standorten aktiv und betreibt Logistikcenter unter anderem auch in Hockenheim und im niedersächsischen Warmsen. Laut Kümmerle arbeiten gut 270 Mitarbeiter bei der Unternehmensgruppe, die aus der Haaf Spedition GmbH und der Haaf Warehouse Logistics GmbH besteht. Der Umsatz lag 2017 bei knapp 37 Millionen Euro. Haaf organisiert Lieferung und Logistik für Kunden der Automobil-, Chemie-, Baustoff- und Verpackungsindustrie. Der Standort in Römerberg bleibt erhalten. Er ist die in der Tendenz eher wachsende Verwaltungszentrale mit rund 50 Mitarbeitern. In Schifferstadt sollen Ersatzteile für „einen namhaften international tätigen Automobilhersteller“ gelagert werden. Den Namen möchte Kümmerle nicht nennen. Er sagt nur, dass Haaf mit diesem Unternehmen eine „langfristige Zusammenarbeit im Transport- und Logistikbereich“ verbinde. In Schifferstadt sollen Ende Januar die ersten Teile eingelagert, die Leistungen nach und nach ausgebaut werden. Am Logistikzentrum stehen Haaf über 35 Rampen zur Verfügung, an denen Lkw andocken und Waren an- und abtransportieren können. Sobald der Standort intensiv genutzt werde und über einen längeren Zeitraum in Betrieb sei, sollen dort laut Kümmerle bis zu 70 Personen arbeiten. Anfangs seien es weniger. Da Haaf in fünf Berufen selbst ausbildet, soll ein Teil des Personals aus dem eigenen Haus kommen. „Über 20 kaufmännische und gewerbliche Auszubildende“ gibt es bei dem Römerberger Unternehmen derzeit. Dazu gehören die Berufe Fachkraft für Lagerlogistik, Berufskraftfahrer und Kaufmann/-frau für Büromanagement. In die Logistikimmobilie neben der Schifferstadter Strafanstalt hat Haaf eigenen Angaben zufolge über 60 Millionen Euro investiert. Während die Hallen von außen schon fertig aussehen, ist laut Kümmerle noch einiges zu erledigen. Auf dem Gelände würden noch Grünanlagen fertig bepflanzt. Und: „Vor allem organisatorische Themen“ würden derzeit noch ausgearbeitet, berichtet Kümmerle. Es gehe um die Logistikfeinplanung und die Arbeitsabläufe vor Ort. Und warum Schifferstadt? Dafür gibt es laut Kümmerle mehrere Gründe. In der Pfalz und in der gesamten Metropolregion seien Logistikflächen über 30.000 Quadratmeter „nur im begrenzten Umfang verfügbar und sehr begehrt“. Außerdem wolle Haaf als Pfälzer Unternehmen weiter in der Region investieren. Am kommenden Montag steht ein Besuch des Verkehrsministers Volker Wissing (FDP) an – jedoch nicht in Schifferstadt oder Römerberg, sondern in Haßloch. Dort wird der landesweit erste Lang-Lkw auf die Straße geschickt. Er gehört zur Flotte der Haaf Group und fährt für die Firma Ardagh. Wirtschaft

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