Speyer Verkehr fließt in gewohnten Bahnen
Für gestern, 9 Uhr, hatte die Stadtverwaltung die Medienvertreter zur Eröffnung der Kreuzung eingeladen. Doch am Donnerstagabend nahm Stadtsprecherin Barbara Fresenius die Einladung zurück, weil die neue Ampelanlage nicht rechtzeitig betriebsbereit sein werde (wir berichteten gestern kurz). Der Grund: Beim Aufspielen der Software zur Steuerung der Lichtsignalanlage sei ein Fehler aufgetreten, der von den damit beauftragten Technikern der Firma Siemens bis zum Abend nicht habe behoben werden können. Für die ausgefallene „Eröffnung“ hatte die Sprecherin die Mitwirkung von Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) und von Mitarbeitern des Landesbetriebs Mobilität angekündigt sowie von Vertretern des rheinland-pfälzischen Verkehrsministeriums in Aussicht gestellt. Die Iggelheimer Straße firmiert stadtauswärts auch als Landesstraße 534. Gestern gegen 11.30 Uhr war es dann so weit: Die Landwehrstraßenbrücke und die angrenzende Kreuzung sind für den motorisierten Verkehr ohne Beisein von politischer Prominenz und Medienleuten freigegeben worden, wie Sprecherin Fresenius informierte. Rückblick: Die Bauarbeiten begannen im Juli vergangenen Jahres. An der Brücke seien Schäden am Beton behoben, die Abdichtung und der Fahrbahnbelang sowie die Übergangskonstruktionen erneuert worden, informierte die Stadtsprecherin. Zum besseren Schutz von Radfahrern seien die Brückengeländer erhöht worden. Die Kosten für die Sanierung von 420.000 Euro seien komplett aus Landesmitteln bezahlt worden. Darüber hinaus wurde der Kreuzungsbereich zum Nutzen der Radfahrer und Fußgänger umgebaut, wie Fresenius betonte. Es wurden Geh- und Radwege ausgebaut, eine Treppe am Lidl-Parkplatz angelegt und in der Iggelheimer Straße Querungshilfen für Radfahrer und Fußgänger eingerichtet, die Bushaltestelle Lyautey barrierefrei gestaltet und eine zusätzliche Einfahrt zum Lyautey-Gelände errichtet. Zudem wurden Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom verlegt, der Asphaltbelag der Fahrbahn erneuert und die Beleuchtung in dem Bereich auf LED-Technik umgerüstet. Der Straßenbau kostet laut Fresenius 1,1 Million Euro, von denen das Land 470.000 Euro übernimmt. Ursprünglich geplant waren nach Angaben von Stadtmitarbeiter Florian Benner 350.00 Euro für die Brücken- und 900.000 Euro für die Straßensanierung. Das ganze Projekt dauerte rund drei Monate länger als vorgesehen, was für Unmut bei Anwohnern und Pendlern sorgte. Ein Grund: unerwartet hoher Sanierungsbedarf bei Versorgungsleitungen. Wochenchronik