Fussball
Verbandsliga: TuS Mechtersheim besiegt TuS Marienborn 4:1
Beim 4:1 (1:1)-Heimsieg am vergangenen Sonntag an der Kirschenallee gegen den TuS Marienborn überzeugte die Mannschaft von Trainer Nauwid Amiri mit Effizienz, Ruhe und einem klaren Plan – und das, obwohl der Kopf längst beim Pokalduell im Viertelfinale am kommenden Mittwoch gegen das höherklassige Arminia Ludwigshafen ist, wieder zuhause.
„Es war heute okay“, bilanzierte Amiri nach Spielende nüchtern. „Wir haben verdient gewonnen, wussten aber, dass es nicht einfach wird. Heute mussten wir auch mental an unsere Grenzen gehen.“ Große Emotionen sparte sich der Coach – der Fokus liegt auf dem nächsten Schritt. Dabei bot Mechtersheim den 197 Zuschauern an der Kirschenallee genau das, was sie sehen wollten: konzentrierten Fußball und eiskalte Chancenverwertung.
Dosenöffner Evrard
Daniel Evrard brachte den TuS nach 36 Minuten in Führung, doch Marienborns Issa Beydoun glich noch vor der Pause (41.) aus. Nach dem Seitenwechsel setzte sich die spielerische Klasse der Gastgeber zunehmend durch. Andrew Wooten sorgte nach schönem Solo aus spitzem Winkel in der 66. Minute mit seinem Treffer für die erneute Führung, Edonart Leposhtaku erhöhte nach Ecke per Kopf zehn Minuten später auf 3:1.
Den Schlusspunkt setzte Daniele Marchitto in der 90. Minute – ein Tor, das den Unterschied zwischen einem guten und einem reifen Tabellenführer unterstrich. „Ich wünsche euch den Aufstieg, den habt ihr verdient“, lobte der Gästetrainer Ali Cakici nach Abpfiff, fügte aber hinzu: „Denkt dran, es kommen auch wieder schlechtere Tage.“
Sein eigenes Fazit fiel nüchtern aus: „Wir hatten heute einfach ein schlechtes Spiel.“ Nüchtern war auch die Atmosphäre nach dem Abpfiff. Kein Überschwang, keine großen Gesten – Mechtersheim arbeitet ruhig, konsequent, erwachsen. Selbst das durchwachsene Wetter passte ins Bild: Es war die Ruhe vor dem Sturm. Denn der soll am Mittwoch über die Allee wehen, wenn der TuS im Verbandspokal auf Oberligist Arminia Ludwigshafen trifft. „Wir wollen gewinnen“, kündigte Amiri an und verschwand Richtung Kabine. Drinnen lief Musik, draußen blieb’s still. Nur eines war unüberhörbar: Mechtersheim marschiert weiter.