Speyer Verbandsgemeinde will modernen Netzauftritt

Die Verbandsgemeinde Waldsee soll einen neuen Internetauftritt bekommen. Das ist in der Sitzung des Verbandsgemeinderates am Donnerstagabend einstimmig beschlossen worden. Ein Fachunternehmen soll sich um die Erstellung kümmern.
Ziel ist es, Anfang 2016 mit der neu gestalteten Internetseite an den Start gehen zu können. Das wird der Verbandsgemeinde einmalig etwa 25.000 Euro für die Einrichtung kosten und dann für die laufende Wartung und Pflege rund 1000 Euro im Monat. Die aktuelle Homepage sei nicht mehr auf dem neusten Stand. Die Anforderungen an eine neue Homepage erklärte Verbandsbürgermeister Otto Reiland (CDU): Sie müsse nicht nur ein attraktives Layout haben, sondern vor allem den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Mit dem Personal der Verbandsgemeinde sei diese Aufgabe nicht zu schaffen. Deshalb werde Innowis, ein Tochterunternehmen des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz, damit beauftragt. Innowis gestalte bereits rund 100 Homepages im Land. „Wir wollen kein Rundum-sorglos-Paket, sondern Sicherheit für die Verbandsgemeinde“, stellte Büroleiter Detlef Schneider klar. Die finanziellen Mittel für das Projekt sind bereits im Haushaltsplan 2015 berücksichtigt. Manöverkritik an dem seit Anfang 2015 in der Verbandsgemeinde erscheinenden Amtsblatt hat der Haupt- und Finanzausschuss geübt. Verbandsbürgermeister Reiland stellte die Ergebnisse unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen und Anfragen“ vor. Die Reaktionen der Bürger reichten von: „Schön, dass man jetzt auch etwas über die Nachbargemeinden erfährt“ bis hin zum Kommentar: „Zu unübersichtlich, man findet den eigenen Ort nicht.“ Positiv gesehen werde die durchgehend farbige Gestaltung. Das Amtsblatt sei nun wesentlich umfangreicher als vorher und die Gliederung brauche Gewöhnung beim Leser, sei aber in Ordnung, befand Reiland. Dadurch, dass Vereine und Kirchen die Möglichkeit hätten, Veranstaltungen dreimal anzukündigen, werde der Umfang des Amtsblattes größer. Auch die Möglichkeit zur Nachberichterstattung werde genutzt. Reiland bat allerdings darum, diese Berichte kurz zu halten und die Anzahl der Bilder auf eines zu begrenzen. „Wir wollen kein Bilderheftchen, wir wollen aber auch keine Zensoren sein“, sagte er. Ständige Wiederholungen von planmäßigen Singstunden, Übungsstunden oder ähnlichem sollten vermieden, die Wiederholung von Telefonnummern und Öffnungszeiten von Einrichtungen reduziert werden. Auf dem Deckblatt könnten nur Veranstaltungen der Gemeinden abgedruckt werden. Das Amtsblatt werde über Werbung und einen Beitrag der Verbandsgemeinde finanziert. „Ich bedauere es sehr, dass es in Neuhofen immer noch das ,Echo Neuhofen’ gibt. Dadurch fallen Anzeigen für das Amtsblatt weg und es muss mit Steuermitteln nachgeholfen werden“, berichtete Reiland. Das Konkurrenzblatt wird vom Wittich-Verlag herausgegeben. Wie berichtet, hat das Amtsblatt der Verbandsgemeinde Waldsee eine Auflage von 13.000 Stück und wird in allen vier Ortsgemeinden verteilt. Es wird von der Firma Printart GmbH in Dannstadt hergestellt. Das „Echo“ erscheint nach Angaben des Verlags Linus Wittich KG in einer Auflage von 4150 Stück in Neuhofen. Der Verlag hat seinen Sitz im Kreis Trier-Saarburg. (krx)