Speyer Völlig anderes, höheres Niveau
«Waldsee.» „Ich freue mich riesig, mit der Mannschaft in dieser Klasse zu spielen. Das haben wir uns verdient“, sagte Gerd Götz, Trainer der Handballerinnen der TG Waldsee, vor der ersten Oberliga-Saison. Das Ziel ist der Klassenverbleib.
weiß, dass seine Sieben und ihn ein völlig anderes, härteres Niveau erwartet. Grundsätzlich schätzt er die Qualität seines Kaders als ausreichend ein, um mitzuhalten, „wenn alle voll motiviert sind“. Zumindest mit den pfälzischen Konkurrenten aus Friesenheim und Mundenheim sieht er sich gleichauf. Aber die Mannschaft könne sich jetzt keine zehnminütigen Auszeiten mehr wie noch in der Pfalzliga erlauben. Und es sei immens wichtig, zu Beginn zu punkten, um nicht mit dem Druck und der Angst vor Niederlagen in die Partien zu gehen. Gut gebrauchen könnte er die nach Kandel abgewanderten Julia Barth und Kim Knittel. Torfrau Anna-Lena Hantl ging als Dritte von Bord. Barth bildete in Abwehr und Angriff die Schaltzentrale des Waldseer Spiels. Die Lücke sollen im Kollektiv Lea Eckrich, Mareike Schwarz oder Neuzugang Lisa-Marie Steffens (TV Hochdorf) füllen. Die frühere Verbandsligaspielerin bringt nach Götz’Ansicht alle Voraussetzungen insbesondere für Tore aus dem Rückraum mit, ist aber natürlich noch nicht so weit. Ähnliches gilt für Celine Reichert. Die junge Linkshänderin vom TuS Heiligenstein soll zusammen mit Mona Walter, die sich noch mit Wadenproblemen herumschlägt, auf Rechtsaußen antreten. Die rechte Rückraumposition bleibt primär mit Kapitän Bea Demski besetzt. Vanessa Peltsch (ebenfalls Hochdorf) bildet jetzt mit Caro Claus und Petra Bickert das Trio im Tor. Nadine Fischer fällt nach ihrem Kreuzbandriss in der kommenden Spielzeit aus. In der Vorbereitung zahlte sich das individuelle, zusätzliche Training im Fitnessstudio aus. Coach Götz: „Das gefällt den Spielerinnen.“ Körperlich sieht er die Seinen auf der Höhe. Aber Urlaube und Verletzungen von beispielsweise Claus oder Linksaußen Tanita Schall verhindern, dass sich der Neuling zum Rundenstart spieltaktisch auf höchstem Level befindet. Denn in der Offensive strebt die TG mehr Variabilität an, um nicht so leicht ausrechenbar zu sein. Aber die hohe Motivation, der gute körperliche Zustand und großer Kampfgeist machen dem Trainer Mut. Die Handallerinnen förderten auch außerhalb des Spielfeldes durch gemeinsame Unternehmungen den Mannschaftsgeist. Götz organisierte in seiner Heimat Wernersberg einen Orientierungslauf mit Zweierteams und anschließendem Grillfest: „Das kam sehr gut an. Der Spaß kommt nicht zu kurz.“ Der 49-Jährige baut auf Zusammenhalt und Teamspirit.