Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Mechtersheim geht gegen Schott Mainz baden

Vorzeitig raus: Can Güney (blau).
Vorzeitig raus: Can Güney (blau).

Oberligist TuS Mechtersheim hat Zuwachs bekommen. Allerdings nicht auf dem Punktekonto.

Mit dem Brasilianer Philippe Severo da Silva und Verteidiger Oskar Wolf standen am Samstag zwei weitere Optionen neu im Kader von Trainer Jürgen Kramny. Genutzt hat das gegen den TSV Schott Mainz aber nichts. Es setzte eine Abreibung. Der Auftritt in den ersten 65, 70 Minuten muss zu denken geben.

Gimmy staunt

Was der TuS Mechtersheim da seinen Fans unter den 158 Zuschauern, darunter auch die Ex-Trainer Ralf Gimmy und Uwe Rapolder, anbot, war gar nichts. Als im ersten Angriff der Ball verloren ging, hätte es beinahe hinten schon geklingelt. Everest Sulejmani wollte die Kugel, rutschte dann aber weg. So kam der TSV in Ballbesitz und konterte.

Zwar noch nicht erfolgreich, aber das änderte sich kurz darauf. Diesmal ließ sich die linke Defensivseite des TuS gleich zweimal abkochen. Nach einer flachen Hereingabe, in die Takero Itoi den Fuß hielt, stand es 0:1 (3.). „Wir wussten, dass sich hier schon einige Mannschaften sehr schwer getan haben. Es hat uns sehr in die Karten gespielt, dass wir so früh den Schlüssel gefunden haben. Dann war das eine sehr souveräne Leistung meiner Mannschaft, auf die ich sehr stolz sein kann“, sagte Gästetrainer Samuel Horozovic.

TuS wehrlos

Seine Elf bekam in der Folge mit dem TuS keine Probleme, erspielte sich Chancen und machte Tore. Nachdem sich die Mainzer gut durchkombinierten, scheiterte Eliakim-Mbila Kukanda noch an TuS-Keeper Maxime Klein. Doch Jost Mairose setzte den Nachschuss in die Maschen (16.). Das 0:3 besorgte Etienne Portmann nach einem Doppelpass im 16er des TuS (21.).

„Wir haben es bis zur letzten Minute seriös runtergespielt, konnten Spielzeit verteilen mit Blick auf die englischen Wochen, und mir war wichtig, dass die Null am Ende auch steht“, sagte der Mainzer Chefcoach. „Natürlich waren wir nach den drei frühen Gegentoren total angeschlagen. Wir hatten keine Ruhe, keine Ballbesitzphasen und sind nur hinterhergelaufen“, sagte TuS-Trainer Kramny, der umgehend reagierte, neben dem indisponierten Sulejmani Can Günay vom Feld holte, Isa Dayakli weiter nach hinten beorderte.

Arnst umständlich

So kam Servero da Silva nach 25 Minuten zum ersten Einsatz und legte eine Minute danach Dennis Arnst die erste Chance im TuS-Trikot auf. Doch der junge Angreifer machte es zu umständlich. Ein frech getretener Ball von Abdulkerim Cakar nach einem Schiedsrichterball, der knapp am kurzen Eck vorbeizischte – das war es mit TuS-Lebenszeichen in Durchgang eins.

Viel zu einfach fiel das Kopfballtor von Jan Just nach einem Freistoß zum 0:4 (42.), absolut unnötig der Freistoß direkt vor dem Strafraum, den Daniel Bohl direkt mit Wiederanpfiff zum 0:5 ins Tordreieck hämmerte. Da tauschte TSV schon durch. Nach weiteren Wechseln und dem 0:6 von Mairose nach einem Konter (57.) kam der TuS etwas besser ins Spiel und besaß durch Arnst noch eine Großchance, doch sein Abschluss alleine vor Gästekeeper Robin Baltes, der auch schon einen für Torleute dankbaren Schuss von Ibrahim Karakus entschärfte (78.), rollte knapp am Pfosten vorbei (89.).

Kramny erklärt

„Es macht ja keinen Sinn, sich so zu ergeben. Daher haben wir gewechselt und umgestellt. Dann haben wir es etwas besser hingekriegt“, sagte Kramny, der nach dem 0:6 Schadensbegrenzung betrieb. „Wenn wir nicht bei 100 Prozent sind und keine Kompaktheit herstellen können, dann ist so ein Gegner viel zu gut für uns. Daran müssen wir arbeiten“, so der Coach, der davon ausgeht, dass die Neuzugänge das Potenzial für Stammkräfte mitbringen.

Jetzt gelte es, die Köpfe schnell frei zu bekommen für das Spiel am Mittwoch (19 Uhr) gegen SV Auersmacher. „Es ist gut, dass nicht viel Zeit ist bis dahin. Dann kann man nicht lange drüber nachdenken“, sagt Kramny. Er versprach ein „deutlich besseres Spiel“.

x