Speyer Torjäger Berisha kann noch mehr
«Ludwigshafen.» Verbandsligist FC Speyer hat gestern Abend seine Pflichtaufgabe erfüllt und ist mit einem 3:1 (1:0)-Sieg beim zwei Klassen tiefer spielenden Südwest Ludwigshafen in die nächste Verbandspokalrunde eingezogen.
Das klingt jetzt einfacher, als es ist. Denn während Ludwigshafen zuletzt beim 4:1 über ASV Maxdorf, gewiss nicht die schwächste Elf der Bezirksliga, erstmals punktete, kassierten die Speyerer mit dem 2:3 im heimischen Sportpark gegen TuS Hohenecken einen Rückschlag. So sagte denn FC-Co-Trainer Andreas Holdermann auch im Gespräch mit der RHEINPFALZ: „Es war ein solider Auftritt. Im Pokal muss man einfach nur weiterkommen. Das war wichtig nach dem Sonntag. Wir sind gut gestanden gegen einen guten Gegner, haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt, das zweite und dritte nachgelegt. Aufgabe, gelöst, wir sollten es aber nicht überbewerten.“ Coach Ralf Gimmy nutzte die Partie zu diversen Wechselspielchen. Dass Yannik Sahin das Tor hütete, heißt laut Assistent Holdermann allerdings nicht, dass die Domstadter einen speziellen Pokalschlussmann etablieren wollen: „Wir wollten einfach mal wechseln. Er hat es gut gemacht, ein-, zweimal glänzend gehalten.“ Eric Häußler lief erstmals von Beginn auf, erzielte das 1:0 (8.) und bereitete einen weiteren Treffer vor. „Wir haben einen breiten Kader, viele Spieler“, erklärte Holdermann: „Wir wollten ja rotieren. Man darf es nur nicht übertreiben. Die ersten Verbandsligisten haben sich schon verabschiedet. So leicht ist es nicht für die höherklassigen Mannschaften.“ Während Max Lieberknecht die Latte traf, knüpfte Milot Berisha an seine zuletzt gute Form an, erhöhte auf 2:0 und 3:0. Der Co-Trainer: „Einem Stoßstürmer geben Tore natürlich Selbstvertrauen. Er hat aber noch Steigerungspotenzial. Ich denke, da ist noch viel mehr drin, auch in der Arbeit nach hinten.“ Steffen Burnikel fiel wegen eines Infekts aus. Ein solcher hemmte zuletzt Marvin Sprengling. Der torlose Torjäger kam aber nach dem Wechsel, ebenso Außenspieler Vladimir Markovic zu seinem Debüt in der Ersten. „Er ist bei der U23 aufgefallen. Wir haben auch eine gute U23“, berichtete Holdermann: „Ralf will ein durchlässiges System, das nach beiden Seiten offen ist. So haben wir ihn mal reinschnuppern lassen und wollten zeigen, dass jeder eine Chance hat.“ Südwest verkürzte unmittelbar vor dem Abpfiff durch einen Elfmeter.