DUDENHOFEN
Tennis: TCD-Herren-65 verlieren
Auf der Spitzenposition traf Dudenhofens Sebastian Neumer auf den Tschechen Zdenek Fejfar (zu Deutsch: Sidonius Pfeiffer), der in der Frühe per Flugzeug von Wien nach Frankfurt gerade noch rechtzeitig zu der Partie anreiste. In Wien schlug er tags zuvor noch für den österreichischen AK65- Bundesligisten First Vienna Wien auf.
„Ich habe gewonnen, und mein Team steht praktisch im Semifinale um die österreichische Meisterschaft. Und nächste Woche geht’s nach Innsbruck“, erzählte der sympathische 66-Jährige. Neumer zog gegen den drahtigen Sportler alle Register. Ob Slicebälle von der Grundlinie oder Stops, Fejfar wusste auf alles eine Antwort.
Schnelle Beine
Auf schnellen Beinen und mit präzisen, Angriffsschlägen ließ er dem Einheimischen keine Chance. „Glückwunsch, dein Tennis ist einfach zu schnell für mich“, so Neumer nach dem letzten Ballwechsel zum Kontrahenten.
Der in Niederkirchen geborene und in Annweiler wohnende Neumer spielte vor Dudenhofen für TC Annweiler, SW Landau, TC Klingenmünster, TC Albersweiler und TC Edenkoben. „Größtenteils in der Regionalliga“ , sagte er. Mit Position 54 der deutschen Rangliste der Herren 55 erreichte er die beste Platzierung und rangiert auf 125 der 65er.
„Als ich erstmals einen Schläger in der Hand hielt, spielten wir uns nur Grundlinienbälle zu. Das hab ich bis heute beibehalten, was bestimmt daran liegt, dass ich nie eine Trainerstunde hatte. Und das war heute einfach viel zu wenig gegen diesen Klassespieler“, meinte der vierfache Senioren-Pfalz- und Ex-Vize-Rheinland-Pfalz-Champion.
Wichtiger Faktor
Beim TCD fühle er sich bestens aufgehoben: „Kameradschaft, Mannschaftsgeist und das gesellige Umfeld sind einfach super. Es macht riesigen Spaß, hier zu spielen“ Viele Tenniskameraden aus den vergangenen 30 Jahren spielten hier: „Sie haben es mir leichtgemacht, hier Fuß zu fassen.“ Maßgeblich trug er zu drei Aufstiegen ab der Verbandsliga bei.
Den Einzelpunkt zum 1:5 verbuchte Bernd Bohrer, der mit taktisch geschickter Strategie nach Satzgleichstand den Champions-Tiebreak mit 10:6 für sich entschied. Werner Meyer/Helmut Hauck holten den zweiten Zähler.
Spielführer Meyer: „Eine bärenstarke Truppe, die uns bei dieser brutalen Hitze aufgrund des niedrigeren Durchschnittsalters auch in der körperlichen Fitness überlegen war.“