Germersheim Techno-Festival Nimmerland steht wieder in den Startlöchern

Es darf wieder abgetanzt werden in Germersheim.
Es darf wieder abgetanzt werden in Germersheim.

Techno-Träume im Nimmerland: Am 9. August findet das Festival zum 2. Mal in Germersheim statt. Das Programm verspricht neun Stunden voller energiegeladener Musik.

Neun Stunden Techno bester Güte versprechen die Macher des Nimmerland Open Air Festivals, das auch in diesem Jahr – nach der gelungenen Premiere 2024, damals unter anderem mit Gregor Tresher und Tomi & Kesh an den Turntables – erneut auf dem Campusgelände der Universität Germersheim stattfindet. 1500 Raver aus dem gesamten Bundesgebiet werden dazu erwartet. Die Organisatoren haben ein Lineup für die Veranstaltung gebucht, das sich aus renommierten Szenegrößen, aber auch regionalen, noch nicht ganz so bekannten Acts zusammensetzt.

Damit auch jüngere Fans problemlos an dem Rave teilnehmen können, startet die Show bereits um 13 Uhr und dauert nur bis 22 Uhr – schließlich liegt das Unigelände mitten in der Stadt. Den Anfang machen Adihansen und Le Filou. Adihansen kommt aus Ludwigshafen. Der Techno-/Tech-House-Sound des Produzenten und DJs ist nicht nur von seinen groovigen Rhythmen, sondern auch von seinen immer wieder gern eingestreuten Vokaleinlagen geprägt.

Le Filou hat den kürzesten Anfahrtsweg nach Germersheim. Das musikalische Schlitzohr ist in Jockgrim beheimatet und heißt in Wirklichkeit Nadir Saidi. Er steht ebenfalls für Techno und Tech-House, wird aber auch für seine Drum’n’Bass-Veröffentlichungen gerühmt. Le Filou gilt als alter Hase im Geschäft – ist er doch bereits seit 1998 in der Szene aktiv.

Gegen die Kommerzialisierung des Techno

Nach ihm und Adihansen wird es dann mit Mark Reeve, Elli Acula und DJ Rush international beim Nimmerland Open Air. Elli Acula lebt zwar in Berlin, ist mit ihrer Kunst aber weltweit unterwegs. Ihr Stil lässt sich nur schwer auf einen Nenner bringen. Er ist eine Kombination aus Techno, Rave, Breakbeat, Electro, Jungle und Hardgroove. Elli Acula ist außerdem Gründungsmitglied und Kreativleiterin des Berliner Techno-Kollektivs und Labels „Spandau 20“. Mark Reeve wurde vor 47 Jahren im Vereinigten Königreich geboren, lebt aber schon seit seiner frühen Jugend in Deutschland. Entdeckt und gefördert wurde er von einem der bekanntesten DJs der Republik: Sven Väth.

Reeve fährt ein Mittelding zwischen Oldschool-Techno und Mainstream, wobei einschneidende Beats und tiefe Bässe das Geschehen bestimmen. Neben seinen Auftritten engagiert er sich für den Erhalt von Authentizität in der Technoszene und wehrt sich stark gegen dessen zunehmende Kommerzialisierung. Headliner beim Nimmerland-Event ist schließlich DJ Rush, bürgerlich Isaiah Major. Der 55-Jährige stammt ursprünglich aus Chicago und lebt heute – nach Zwischenstationen in Berlin und Amsterdam – unter der Sonne Portugals. Seine langjährige Karriere begann er mit Chicago-House, wurde dann aber immer vielschichtiger. Seinen Stil beschreibt er selbst als „Hard Energy“, eine bunte Mischung aus allem, was ihn geprägt hat – darunter Jazz, Soul und eine gehörige Portion Funk. Als seine musikalische Visitenkarte gilt „Motherfucking Bass“, ein Track, mit dem er 2001 auch zu europäischer Berühmtheit gelangte.

Termin

Nimmerland Open Air am Samstag, 9. August, 13 Uhr bis 22 Uhr, auf dem Campusgelände der Universität Germersheim, An der Hochschule 2. Karten gibt“s unter nimmerland.ticket.io

x