Speyer
Stadtverwaltung plant mit 36 neuen Stellen
Die Anzahl der Stellen im Plan wächst demnach von 954,52 auf 991,38 – also um rund 3,9 Prozent. Die einkalkulierten Kosten steigen von 60,77 Millionen auf 63,34 Millionen Euro. Im Vorjahr war die Verwaltung laut Plan um 24,66 Stellen gewachsen; es gibt aber über das Jahr immer auch unbesetzte Stellen. Zusätzliches Personal ist 2022 in allen fünf Fachbereichen vorgesehen. Hinkommen sollen etwa zwei Stellen im Bereich Feuerwehr und Katastrophenschutz und als größter Posten acht Stellen im Bereich der Informationstechnologie an den Schulen. Diese haben zuletzt ihren Bestand an Digitalgeräten deutlich ausgebaut. Für deren Pflege sei unterstützendes Personal erforderlich, so die Stadt. Auch für eine verstärkte Digitalisierung der Verwaltung sind zusätzliche Stellen eingeplant.
In der Beratung der Haushaltsansätze am Donnerstagabend im Haushaltsausschuss der Stadtverwaltung wurden nur wenige der freien Stellen politisch hinterfragt. Walter Feiniler (SPD) wollte wissen, ob eine zusätzliche, zehnte Stelle im Kommunalen Vollzugsdienst auch angesichts der Herausforderungen in der Pandemie überhaupt ausreiche. Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann (Grüne) sagte, für 2022 sei das in Ordnung, allerdings denke die Stadt fast das Jahr 2023 schon jetzt über zwei weitere Stellen in diesem Bereich nach.
Bauingenieur gesucht
Hannah Heller (Grüne) fragte nach, wie die Stelle für „Strategische Stadtentwicklung in Zukunftsfragen“ mit dem schon installierten Klimaschutzmanagement zusammenpasse. Laut Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) sollen sich die beiden Stellen im Rathaus ergänzen; für die neu einzurichtende werde ein Bauingenieur gesucht, der unter anderem städtische Schutzinitiativen gegen Starkregenereignisse und gegen Hitze koordinieren und auch mit möglichen Fördermittelgebern verhandeln könne.
Im Haushaltsplanentwurf für 2022 sieht die Stadt – wie berichtet – dank guter Steuereinnahmen erstmals seit vielen Jahren einen Überschuss vor. Er hat sich in der fortgeschriebenen Planung von 1,15 Millionen Euro auf 976.000 Euro verringert – unter anderem weil die Stadt 140.000 Euro Mehraufwand für Test- und Impfstellen gegen das Coronavirus vorsieht.