Speyer Stadtnachrichten: Kohl-Grab in Speyer: Stadt kündigt Hilfe bei Pflege an

„Ich halte diese Lösung für sehr angemessen.“ So kommentierte gestern Abend Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) die Nachricht, dass der verstorbene Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) auf dem Friedhof des Speyerer Domkapitels neben der Bernhardskirche beigesetzt werden soll. Für die Stadt Speyer sei diese Entscheidung eine „große Ehre“. Sie sei aus mehreren Gründen passend. Eger nannte als Stichworte die Lage neben der von Kanzler-Vorgänger Konrad Adenauer mit eingeweihten „Friedenskirche“, die schöne Lage und den Bezug zum Dom. Er glaube, die Liebe zum Mariendom sei für die Entscheidung der Familie Kohl entscheidend gewesen, weniger die Liebe zur Stadt Speyer an sich, so Eger. Adenauer sei für Kohl ein sehr wichtiger Politiker gewesen. Kohls Einsatz für Europa sei eine wichtige Begründung für den geplanten europäischen Staatsakt. Der Kapitelsfriedhof mit knapp 30 beigesetzten Kirchenmännern werde bislang allein vom Bistum unterhalten. In Zukunft sei eine Unterstützung der Stadt denkbar, sagte Eger: „Es ist eine Frage der Respektsbekundung gegenüber einem großen Politiker, sich bei der Pflege und dem Unterhalt nicht aus der Verantwortung zu ziehen.“ Dem Begräbnis soll eine Trauerfeier im Dom vorausgehen; als Termin hat das rheinland-pfälzische Innenministerium gestern den schon vorab angedeuteten Samstag, 1. Juli, bestätigt. Politik