Speyer Speyerer Dom: Erinnerung an Wohltäter
Als Messintention für die Feier am heutigen Dienstag ist vermerkt: „Für die Wohltäter des Doms, die bayerischen Könige, die Förderer des Doms aus dem Dombauverein und der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer und alle, die zum Erhalt des Speyerer Doms beigetragen haben.“
Den Anstoß zu dieser Messfeier gaben im 19. Jahrhundert die bayerischen Könige. Die Stiftsmesse im November hänge zusammen mit der Ausmalung des Doms im 19. Jahrhundert, teilt das Bistum mit. Am Morgen des 13. Juni 1843 habe König Ludwig I. den Dom besucht und sich stundenlang allein darin aufgehalten. Als er gegen Mittag die Kathedrale verließ, habe er zu Bischof und Domkapitel, die ihn vor der Tür erwarteten, gesagt: „Ich habe mich entschlossen, den Dom malen zu lassen.“ Die Ausmalung begann am 8. Juni 1846 mit der Darstellung des Gottvaters in der Überwölbung der Apsis und wurde am 9. Juli 1853 mit dem Bild der Vertreibung aus dem Paradies im Mittelschiff beendet.
Auf weitere Wohltäter ausgeweitet
In der letzten Phase der Ausmalung wurden im Dom neue Altäre errichtet. Vom 15. bis 17. November 1853 fand die Weihe dieser Altäre statt. Zum Abschluss der dreitätigen Feier am 17. November 1853 waren auch (der emeritierte) König Ludwig I. und (der regierende) König Maximilian II. anwesend. Das Domkapitel ließ durch den Domprediger Joseph von Lamezan verkünden, „dass fortan alljährlich wie heute ein feierliches Dank- und Bittamt für ihre Majestäten die Könige Ludwig und Maximilian, die hochherzigen Wohltäter des Domes, und für deren erlauchtes Haus werde gehalten“. Vor einigen Jahren wurde die Intention auf die verstorbenen Mitglieder des Dombauvereins und die Förderer aus den Reihen der Europäischen Stiftung Kaiserdom ausgeweitet. In den Fürbitten wird dieser Wohltäter des Doms besonders gedacht.