Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel So soll die Pendler-Radroute in Speyer verlaufen

Aus der Vincentiusstraße in die Theodor-Heuss-Straße: Hier würde die Pendler-Radroute die Dudenhofer Straße überqueren.
Aus der Vincentiusstraße in die Theodor-Heuss-Straße: Hier würde die Pendler-Radroute die Dudenhofer Straße überqueren.

Seit gut zwei Jahren liegt die Machbarkeitsstudie für die auf 13,7 Millionen Euro geschätzte neue Pendler-Radroute Wörth – Schifferstadt vor. Sie führt unter anderem über Speyer, Römerberg und Lingenfeld. Das Problem, das es mit der Streckenführung in Speyer noch gibt, soll jetzt gelöst werden.

Vor zwei Jahren hatte die ansonsten schon weitgehend definierte 60-Kilometer-Strecke noch eine Lücke in der Speyerer Innenstadt aufgewiesen. „Es gibt derzeit real keine saubere Lösung entsprechend der geforderten Qualitätskriterien“, so damals der Chef des beauftragten Planungsbüros. Zu den Qualitätskriterien gehört, dass Radler möglichst wenige Kreuzungen queren müssen, um gut voranzukommen. Stadt und Landesbetrieb Mobilität (LBM) sowie das Planungsbüro schlagen nun einen Trassenverlauf vor: Aus Römerberg kommend könnte es durch die Wimphelingstraße, Holzstraße, Vincentiusstraße, Theodor-Heuss-, Kurt-Schumacher- und Landwehrstraße in die Schifferstadter Straße gehen. Diese mündet in die Waldstrecke nach Schifferstadt, wo es einen Anschluss an die Pendler-Radroute nach Ludwigshafen gibt.

Für die Radroute könnten Bauarbeiten in Speyer erforderlich werden. Zwischen Wimpheling- und Holzstraße gibt es heute zum Beispiel nur eine schmale, für Radfahrer nicht optimale Brücke über den Gießhübelbach. Fünf bis zehn Millionen Euro würden allein für die Teile auf Speyerer Gemarkung fällig, heißt es in einer Vorlage für die politischen Gremien, die der Planung zustimmen sollen. In dem Betrag wären nicht nur die 4,7 Kilometer eigentliche Pendler-Radroute enthalten, sondern auch zwei sogenannte Zulaufrouten: die eine von der Theodor-Heuss-Straße über Josef-Schmitt- und Burgstraße zum Bahnhof (1,2 Kilometer), die andere über die Heinrich-Heine-Straße gen Dudenhofen (0,5 Kilometer).

Nicht direkt am Bahnhof vorbei

Die Zulaufrouten sollen den Nachteil relativieren, dass die Pendler-Radroute nicht direkt am Bahnhof vorbeiführt. Es sei eine Abwägung nötig gewesen zwischen einer störungsarmen Route und einer Anbindung der direkten Innenstadt. Dass es durch Speyer-West, aber nicht durch die Kernstadt geht, habe auch Vorteile, betont die Stadt: So würden etwa die Rentenversicherung und die Berufsschule angebunden, und mit der Zulaufroute gebe es eine gute, geradlinige Verbindung zwischen dem Bahnhof und Dudenhofen. Wenn der Stadtrat zustimmt, würde die Stadt eine Absichtserklärung mit dem LBM abschließen und eine Aufteilung der Kosten festklopfen.

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