Speyer
So laufen Speyerer Wohnbauprojekte
Im Innenhof sind Veränderungen schon deutlich sichtbar. Seit rund zwei Jahren ist die Mannheimer Firma B&E Immobilien dabei, im leerstehenden Komplex der Wormser Straße 46 mehrere Wohneinheiten zu errichten. Am Ende sollen zehn Eigentumswohnungen und fünf Townhäuser mit Terrassen entstehen. Zu tun gibt es viel: „Wir haben komplett entkernt“, sagt Geschäftsführer Oliver Brix. Inzwischen ist die Innendämmung in vollem Gange. Holzfaserdämmplatten sind teilweise an den Wänden verlegt oder werden es bald sein. Die Handwerker seien zusätzlich gerade dabei, Zwischendecken und Wände einzuziehen.
Außerdem seien die historischen Fenster des denkmalgeschützten Ensembles ausgebaut worden und würden gerade von einer Spezialfirma umfassend restauriert, erzählt der Geschäftsführer. Mit dem Denkmalschutz sei man in ständigem und gutem Austausch, so der Projektentwickler. Vertreter seien öfter vor Ort und würden Schritte freigeben.
Auch an der Fassade und am Dach waren Baufirmen bereits zugange. „Der Dachstuhl ist komplett neu“, erläutert Brix. „Man sieht schön, was daraus werden kann.“ Sobald es das Wetter zulasse, soll auch die Front hin zur Wormser Straße eingerüstet und saniert werden.
Der Vertrieb der Wohnungen läuft längst. Etwa 65 Prozent der Einheiten seien bereits verkauft, sagt Brix. In der Regel finde einmal im Monat ein „Tag der offenen Baustelle“ statt – der nächste am 21. Februar von 10 bis 15 Uhr – es gebe aber auch individuelle Besichtigungen. Als einer der nächsten Schritte starte der Innenausbau in den bereits verkauften Einheiten. So sollen beispielsweise Leitungen für Heizung – geplant ist ein Fernwärmeanschluss – oder Strom gezogen werden. Brix schätzt, dass das Projekt im zweiten Halbjahr 2027 abgeschlossen sein könnte. An der Frontseite befindet sich zudem eine Gewerbeeinheit, die auch wiederbelebt werden soll: Dort war bis 2020 der Elektrofachhandel Euronics Karl angesiedelt. Wie genau es dort weitergeht, ist noch offen: „Wir sind in Verhandlungen“, sagt Brix. Zum Abschluss des Projekts soll der Innenhof zu einer begrünten „sozialen Mitte“ ausgestaltet werden.
Bald erste Mieter im „Ludwigsgarten“
In der Wormser Straße läuft nicht das einzige Wohnungsbauprojekt in Speyer. Einen guten Kilometer am Rabensteinerweg dürften beim Projekt „Ludwigsgarten“ der Rülzheimer Firma GeRo schon bald sogar die ersten Mieter einziehen. Die Baugenossenschaft Speyer (GBS) hat 49 der Einheiten gekauft – nach eigenen Angaben für 15 Millionen Euro. Dafür seien schon wenige Tage nach Vermarktungsstart im Januar mehr als 800 Bewerbungen eingegangen. Planmäßig übergeben werden sollen die Wohnungen Ende März, bestätigt GeRo-Vorstand Sebastian Reuter. „Die entsprechenden Vorbegehungen laufen bereits“, sagt er.
Die Bauarbeiten im Ludwigsgarten seien „voll im Zeitplan“. Neben den GBS-Wohnungen vermarktet GeRo bei dem Projekt auch selbst Eigentumswohnungen und Stadthäuser, aufgeteilt in mehrere Bauteile. Viele davon sollen laut Reuter im Spätsommer oder Herbst 2026 fertiggestellt werden. Bis Anfang 2027 soll dann auch der Bau von zwölf Reihenhäusern für Familien abgeschlossen sein. Die Bauteile eins und drei gingen an die GBS. In den Bauteilen vier und fünf seien bisher 14 Wohneinheiten verkauft, „was einer Verkaufsquote von 57 Prozent entspricht“. Bisher hätten vier „Baustellenfrühstücke“ stattgefunden, bei denen Interessenten die Arbeiten besichtigen konnten.
In der Waldstraße errichtet die Firma Ostermayer eine neue Wohnanlage mit 85 öffentlich geförderten Einheiten und einem parkähnlichen Innenhof. Im März vergangenen Jahres waren die Rohbauarbeiten der Häuser zwei bis vier abgeschlossen und bei Haus eins angekommen, teilt das Unternehmen auf seiner Webseite mit. Im April war demnach der Vertrieb angelaufen. Mittlerweile sind die Arbeiten weitgehend abgeschlossen und Wohnungen werden bezogen.