Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Radsport: Martin Salmon aus Dudenhofen fährt Tour auf Straßenfahrrad zu Ende

Kuriose Szene: Martin Salmon Foto: Sunweb/frei
Kuriose Szene: Martin Salmon

Die große Geschichte des Radsports ist um eine Variante reicher. Dazu beigetragen hat der Dudenhofener Martin Salmon.

Der 22-jährige Physik-Student wohnt im niederländischen Sittard und fährt für das Aachener Sunweb Development-Team unter professionellen Bedingungen.

Die nicht nur in Fachkreisen erstaunende Variante des Studenten: Er legte 53 der insgesamt 520,50 Kilometer über viele Serpentinen und insgesamt 4400 Höhemeter führenden Kilometer der Fünf-Etappen-Tour de Savoie Mont Blanc von Aix-les-Bains nach Saint Francois Longchamps nicht auf seinem hoch stilisierten Rennrad der Marke Cervelo R5 zurück, sondern auf dem in der Ausstattung nicht eben rennsporttauglichen, sondern für den allgemeinen Straßenverkehr zugelassenen Trainingsfahrrad seines Vaters Nicholas, eines ehemaligen Radprofis aus England.

Kilometer mit einem Platten

Salmon junior trat nicht freiwillig in die Pedalen des väterlichen Vehikels, sondern, um auf dem von La Chambre nach Saint Francois Longchamps als Königsetappe geltenden, an Serpentinen besonders reichen Schlussstück nicht ausscheiden zu müssen.

Weil aus dem Hinterrad seines Renners die Luft entwichen war und der Materialwagen seines Teams den Dudenhofener bereits passiert hatte, fuhr Salmon zum Schaden der Felge zunächst mit einem Platten weiter.

Radtausch mit dem Papa

Bis zu der Stelle, an der sich die lange vor dem Rennen per Fahrrad dorthin gelangten Eltern Janet und Nicholas Salmon postiert hatten. Vater und Sohn tauschten die Räder – der Junior nahm von nun an mit Schutzblech, Klingel und Luftpumpe am Rad die letzten über 50 Kilometer in Angriff.

Und erreichte das Ziel – 34:53 Minuten hinter dem nach 14 Stunden, 59 Minuten und 16 Sekunden als Sieger einkommenden Australier Chris Harper (Team Bridget Lane, Australien). Martin Salmon kam als 57. von 59 Fahrern ein. 27 waren wegen Zeitüberschreitung im Verlaufe der fünf Etappen disqualifiziert worden, davon drei vom Sunweb Development-Team.

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