Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Römerberg: Vereine sollen zu Jubiläen mehr Geld bekommen

Euro gibt es Römerberger Vereine zwar schon, die letzte Festsetzung der Jubiläumsgaben stammt aber noch aus D-Mark-Zeiten: dem J
Euro gibt es Römerberger Vereine zwar schon, die letzte Festsetzung der Jubiläumsgaben stammt aber noch aus D-Mark-Zeiten: dem Jahr 1971.

Wie großzügig soll sich die Ortsgemeinde Römerberg zeigen, wenn Vereine ein Jubiläum feiern? Mit diesem Punkt hat sich der Hauptausschuss beschäftigt. Weitere Themen waren die Geschäftsbereiche der neuen Beigeordneten Simone Hoffner und der Seniorenberat.

Jubiläumsgabe

Die aktuelle Regelung stammt laut Ortsbürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne) aus dem Jahr 1971. Nach Einführung des Euro wurden die alten D-Mark-Beträge einfach umgerechnet. Derzeit gibt es für einen 50 Jahre alten Verein zum Beispiel 77 Euro, für einen 100 Jahre alten 154 Euro und für einen 125 Jahre alten 218 Euro. Der Ortsgemeinderat soll nun neue Zuschuss-Sätze beschließen. Die Ortsgemeinde hat sich deshalb angeschaut, wie die Sätze in den anderen Orten der Verbandsgemeinde sind. In Dudenhofen und Hanhofen bekommen Vereine zum 25-jährigen Bestehen 125 Euro, dann alle 25 Jahre jeweils 125 Euro zusätzlich. Die Abstände zwischen den Gaben fanden die Römerberger Ausschussmitglieder zu lang. Sie favorisieren deshalb eine Anlehnung an das Harthausener Modell: Dort gibt es alle zehn Jahre – außerdem in allen Jubiläumsjahren, die durch 25 teilbar sind – einen Geldbetrag, der aber bei 250 Euro gedeckelt ist. Ähnlich wollen es auch die Römerberger handhaben. Bei den großen Jubiläen alle 25 Jahre wollen sie sogar noch ein bisschen spendabler sein: Dann sollen die Vereine 500 Euro bekommen. Der Ortsgemeinderat muss noch über den Vorschlag entscheiden.

Geschäftsbereiche

Die Übertragung von Geschäftsbereichen auf die ehrenamtliche Beigeordnete Simone Hoffner (Grüne) war ebenfalls Thema bei der jüngsten Sitzung des Römerberger Hauptausschusses. Diese wurden neu gefasst, um Überschneidungen mit der Verbandsgemeinde zu vermeiden. Hoffner soll sich künftig um folgende Themen kümmern: Örtliche Kinder- und Jugendarbeit in Abstimmung mit der Jugendpflege der Verbandsgemeinde, Seniorenarbeit, Integration und Zuwanderung, Kultur, nachhaltige kommunale Entwicklung und lokale Agenda 21. Käthe Maier (CDU) regte an, die Beschreibung der Geschäftsbereiche anders zu formulieren als in der Fassung auf der Beschlussvorlage, die laut Ortsbürgermeister Hoffmann mit der Verbandsgemeinde bereits abgesprochenen war. Die Änderungen sollen bis zur nächsten Sitzung des Ortsgemeinderats, der über die Übertragung der Geschäftsbereiche entscheidet, eingearbeitet werden.

Seniorenbeirat

In der neuen Legislaturperiode muss auch ein neuer Seniorenbeirat gewählt werden. Sechs Römerberger haben sich dafür gemeldet: Gerhard Merdian, Elvira Theurer, Ursel Brunner, Monika Guhmann, Paul Eichstetter und Gabriele Baader. Alle Bewerber bis auf Baader waren auch im alten Gremium vertreten. Der Seniorenbeirat war 2017 ins Leben gerufen worden. Nach Ablauf der Legislaturperiode muss vom Rat ein neuer gewählt werden. Dies soll in der kommenden Ratssitzung geschehen. Da die Anzahl der Mitglieder des Beirats zwischen sechs und neun liegen soll, könnten alle Bewerber auch Seniorenbeiratsmitglieder werden.

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