Speyer Protest per Unterschrift
Der Protest gegen die geplante Ausweitung der bisherigen Ölfördermenge in Speyer auf mehr als 500 Tonnen täglich nimmt Form an: 580 Bürger aus der Stadt haben als „Bürgergemeinschaft Erdölförderung Speyer“ am Samstag Einwendungen gegen den Plan eingereicht. Der kommende Donnerstag, 1. März, ist Schlusstag für die zweite Offenlegung der Pläne.
Wie der Sprecher der Einwender, Klaus Peter, gestern auf Anfrage der RHEINPFALZ informierte, hat er die Unterschriften beim Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz („Bergamt“) eingereicht. Es ist die genehmigende Behörde. Auf 41 Listen haben sich Bürger eingetragen. Viele kommen laut Peter aus dem Oberkämmerer, aus West, dem Zentrum, die meisten aus Nord und Umland. „Wir hätten leicht auf 1000 Unterzeichner kommen können, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten“, sagte Peter. Nach wie vor seien Listen unterwegs. Die Kritiker sehen viele Unwägbarkeiten im Antrag, erwarten von den Förderarbeiten negative Auswirkungen auf Gesundheit, Hab und Gut, Landwirtschaft sowie Infrastruktur (wir berichteten). Parallel versuchen die Kritiker über die grüne Fraktionschefin in Stadtrat und OB-Kandidatin Irmgard Münch-Weinmann ein Gespräch mit dem Ölförderkonsortium Neptune (früher Engie)/Palatina Geocon zu bekommen. Der ursprünglich für morgen vereinbarte Termin wurde laut Peter vom Konsortium auf 4. April verschoben. Der Leiter des Bergamts, Georg Wieber, bestätigte gestern das Ende der Offenlegungsfrist. Nach Prüfung der Einwendungen folgt der Erörterungstermin. „Das wird aber sicher nicht innerhalb der nächsten vier Wochen sein.“